Sa, 18. November 2017

Laut Medienbericht:

24.02.2016 18:13

Französische Soldaten machen in Libyen Jagd auf IS

Französische Elitetruppen helfen einem Zeitungsbericht zufolge in Libyen bei der Jagd auf Kämpfer der Extremistenmiliz IS. Spezialkräfte des französischen Militärs und des Geheimdienstes DGSE beteiligten sich mit den USA und Großbritannien an verdeckten Operationen gegen die radikalen Islamisten in dem nordafrikanischen Staat, berichtete "Le Monde" am Mittwoch. Unterdessen haben libysche Regierungssoldaten die Stadt Benghazi nach zweijährigem Kampf vollständig zurückerobert.

Frankreichs Präsident Francois Hollande habe "inoffizielle militärische Aktionen" genehmigt, mit denen die Ausbreitung der Miliz in dem Bürgerkriegsland gebremst werden solle. Der Einsatz am Boden bereite unter anderem die Grundlage für gezielte Angriffe auf IS-Anführer. Militärbloggern zufolge seien die Spezialkräfte seit Mitte Februar mehrfach in Ostlibyen gesichtet worden.

Das französische Verteidigungsministerium wollte sich zu dem Bericht nicht äußern. Im Umfeld von Minister Jean-Yves Le Drian hieß es jedoch, er habe eine Untersuchung wegen Verstoßes gegen die Geheimhaltungspflicht angeordnet, um die Quellen für den Bericht herauszufinden. Hollande hatte dem IS den Krieg erklärt, nachdem sich die Miliz zur Anschlagsserie am 13. November in Paris mit 130 Toten bekannt hatte. Im Kampf gegen die Dschihadisten hat Frankreich unter anderem einen vorgeschobenen Militärstützpunkt im Norden Nigers nahe der libyschen Grenze eingerichtet.

Benghazi soll bald milizfrei sein
Der Sieg der Truppen des einflussreichen Generals Khalifa Haftar über islamistische Milizen im Osten Benghazis wurde am Dienstag auch von Einwohnern bestätigt. Haftar rief dazu auf, den Erfolg zu feiern. Einzelne noch verbliebene Islamisten würden nun nach und nach ausgeschaltet.

Fünf Jahre nach dem Sturz und gewaltsamen Tod von Diktator Muammar al-Gadafi herrscht in Libyen weiterhin Chaos. Zahlreiche Gruppen bekämpfen einander, zudem konkurrieren eine weltliche und eine islamistische Regierung miteinander.

IS profitiert von Machtvakuum
Das Machtvakuum macht sich die IS-Terrormiliz zunutze. Sie weitet ihr Einflussgebiet seit Monaten entlang der Küste bei der Stadt Sirte aus. Bei einem IS-Angriff auf die westlibysche Stadt Sabrata sind am Mittwoch außerdem mehrere Menschen ums Leben gekommen. Die Extremisten hätten mindestens sechs Polizisten getötet, teilte ein Sprecher des lokalen Rates mit.

In Sabrata hatte die US-Luftwaffe am vergangenen Freitag ein IS-Terrorcamp bombardiert. Dabei kamen nach lokalen Angaben mehr als 40 Menschen ums Leben - darunter auch der ranghohe IS-Kämpfer Nourreddine Chouchane. Die Anti-IS-Allianz unter Führung der USA bereitet sich seit geraumer Zeit auf intensivere Operationen in Libyen vor, um das Vorrücken der Islamisten zu stoppen.

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