So, 17. Dezember 2017

Platz 14 in Lienz

30.12.2015 09:23

Bernadette Schild kann wieder lachen

Mit Carmen Thalmann auf Position sieben und Michaela Kirchgasser auf zwölf sind nur zwei Österreicherinnen in der Slalom-Weltcupwertung in den Top-15, aber es haben bereits insgesamt neun gepunktet. Das war nach den Rücktritten der Leistungsträgerinnen Kathrin Zettel und Nicole Hosp nicht zu erwarten. Erstmals schrieb als 14. in Lienz in dieser Saison Bernadette Schild an, die wieder lachen kann.

Thalmann als Vierte und Katharina Truppe als Neunte - für beide Kärntnerinnen bedeutete dies das jeweils beste Karriereergebnis - waren die besten ÖSV-Läuferinnen beim Sieg der Schwedin Frida Hansdotter in der Dolomitenstadt. Nach drei Nullnummern in der bisherigen Saison kam aber auch für Bernadette Schild das Resultat zur richtigen Zeit.

2015 abgehakt
"Was bisher war, lasse ich im alten Jahr. Dass heute hier nehme ich mit ins neue. Ich kann ja gut Skifahren", sagte die Salzburgerin, die am 2. Jänner 26 Jahre und ihren Geburtstag erstmals seit langem wieder daheim feiern wird, ehe es vor dem Santa-Caterina-Slalom für zwei Tage zum Training nach (voraussichtlich) Kühtai geht.

"Heute war vom Helm bis Schuhe und Ski alles neu, alles anders. Das war auch wichtig für mich, für den Kopf, dass ich gewusst habe, ich stehe jetzt nicht wieder mit dem gleichen Zeug da, mit dem ich schon dreimal da gelegen bin. Ich werde da jetzt dranbleiben und weitermachen. Mir ist es vor drei Jahren schon mal so gegangen, und ich bin zum Schluss auch wieder ganz vorne gestanden", hat Rossignol-Pilotin Schild die Zuversicht wiedergefunden.

"Habe super trainiert"
Nach einer schwierigen vergangenen Saison hatte Schild vieles verändert, der gewünschte Erfolg stellte sich bis Lienz aber nicht ein. Dort hatte sie sich für den weiteren Durchgang noch etwas mehr ausgerechnet. "Ich habe so super trainiert, ich hatte auch Vergleiche mit anderen. Ich dachte, ich schalte alles aus und fahre einfach wieder locker Ski. Aber man kann es sich noch so gut einreden, das braucht Zeit, das braucht Ergebnisse."

Deshalb war sie am Ende mit dem Ergebnis nach "zwei sehr verbremsten, sicheren Läufen" zufrieden. Und sie wird den eingeschlagenen Weg, zwischendurch auch kleinere Rennen zu bestreiten, weitergehen. "Für mich ist Training zwar wichtig, aber ich brauche den Rennrhythmus. Ich muss in einer Rennsituation probieren, was geht."

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