Di, 22. Mai 2018

Ungewöhnlich

10.11.2015 17:14

Warmes Wetter sorgt für Ansturm auf Berge

Strahlender Sonnenschein statt trübem Nebel – so das Motto des heurigen Novembers! Damit herrscht auch in den Bergen noch ungewöhnlich viel Betrieb, Flug- und Alpinretter stehen nach wie vor im Dauereinsatz. Unmut herrscht bei so manchem Wanderer über verschlossene Hütten – dafür gibt’s aber gute Gründe.

17 Grad hatte es am Dienstag im schönen Ennstal, und das bereits in aller Herrgottsfrüh. "Schon wieder ein Rekordwert", sagt Hannes Rieder von der Zentralanstalt für Meteorologie in Graz. "Davon gab’s heuer ja schon viele", weiß der Experte. Das warme Wetter bleibt den Steirern noch länger erhalten, womit auch die heurige Wandersaison noch weiterhin in die Länge gezogen wird.

"Wir hatten schon allein von 1. Juni bis 30. September 110 Einsätze im alpinen Bereich. Im Vergleich dazu waren es im Vorjahr im selben Zeitraum ,nur‘ 81", sagt Ralph Schüller von der ÖAMTC-Flugrettung. Bis 9. November sind in der Steiermark zehn weitere Hubschrauberbergungen dazugekommen, ein Ende ist wohl nicht in Sicht.

Meisten Almhütten sind schon zu
Dass die meisten Berghütten trotz des Traumwetters bereits zu sind, sorgt immer wieder für lange Gesichter, hat aber seine Gründe: "Der Einwinterungstermin steht bereits zu Saisonbeginn fest und muss spätestens Ende Oktober erfolgen", weiß Peter Kapelari vom Alpenverein. Er ersucht um Verständnis: "Ist die Hütte erst einmal zugeschneit, können Lebensmittel nicht mehr ins Tal gebracht und das Wasser nicht mehr frostfrei abgelassen werden. Das kann große Schäden verursachen."

Zudem sei bei den Wirten auch irgendwann einmal der Ofen aus: "Nach diesem Ausnahmesommer sind viele ausgebrannt. Für die geht’s ja immer durch, ohne Ruhetag. Ein bisschen Urlaub haben sich nun wohl alle verdient!"

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