Mi, 18. Oktober 2017

"Unfassbares Delikt"

05.11.2015 17:36

Schwangere erwürgt und angezündet – „Ex“ verhaftet

Jene schwangere 28-Jährige, die am Mittwoch bei einem Brand in Vorarlberg tot in ihrer Wohnung aufgefunden wurde, ist erwürgt und dann angezündet worden. Die Suche nach dem Täter führte die Ermittler nach Liechtenstein: Dort wurde der Ex-Freund der Frau festgenommen.

Bei dem 26-jährigen Tatverdächtigen handelt es sich vermutlich auch um den Vater des Ungeborenen. Der Mann sitzt derzeit in Liechtenstein in Haft, bei einer ersten Einvernahme schwieg er. Wie lange seine Auslieferung dauern werde - einer verkürzten Auslieferung stimmte der Tatverdächtige bisher nicht zu - könne man derzeit nicht abschätzen.

"Eines der unfassbarsten Delikte"
Nach den Erkenntnissen der Ermittler war der Mann in den frühen Morgenstunden des Mittwoch zur Wohnung der allein lebenden Frau gefahren. Dort brach er die Haustüre auf und erwürgte die Frau, die im achten Monat schwanger war, mit bloßen Händen im Schlaf. Im Anschluss legte er mithilfe eines Brandmittels Feuer. Ob er das tat, um die Tat zu vertuschen, ist "Spekulation", sagte Landeskriminalamtsleiter Hardy Tschofen bei einem Pressegespräch am Donnerstagnachmittag in Bregenz.

Die Beziehung der 28-Jährigen mit dem Mann begann Anfang des Jahres, sei aber schon länger beendet gewesen, berichtete Ermittlungsleiter Norbert Schwendinger. "Es ist nicht unsere Aufgabe, Delikte zu bewerten, aber es handelt sich mit Sicherheit um eines der unfassbarsten Delikte, die sich in den vergangenen Jahren in Vorarlberg ereignet haben", meinte Tschofen.

Indizienbeweise gegen 26-Jährigen
Bei dem dringend Tatverdächtigen handle es sich um einen arbeitslosen Staatsbürger der Dominikanischen Republik, der seit neun Jahren in Liechtenstein lebe. Bisher sei er kriminalpolizeilich nicht aufgefallen. Gegen den Mann werde wegen Mordes ermittelt, sagte Tschofen. Gegen den 26-Jährigen gebe es bis auf die vermuteten Hintergründe weitere Indizienbeweise, die man aber aus ermittlungstaktischen Gründen nicht bekannt geben wolle. Weitere Abklärungen zu dem Tatverdächtigen sowie Zeugenbefragungen liefen. Zudem warte man auf die Ergebnisse der Spurensicherung.

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