Do, 18. Jänner 2018

Let's rock

25.04.2006 19:23

SingStar Rocks!

Vorbei die Zeiten, in denen Männer Weichspüler-Balladen von Mariah Carey und Co. trällern mussten. Mit „Singstar Rocks“ gibt es endlich gute, handgemachte Musik mit lauten Stromgitarren, viel Bass und ordentlich Kick – für Männer, und natürlich auch Frauen, deren Testosteronspiegel deutlich über dem Durchschnitt liegt.

Doch keine Angst, ganz so schlimm ist es dann doch nicht. Die Songauswahl entpuppt sich nämlich als weitaus weniger gefährlich und rockig als angenommen. Während Deep Purple, Thin Lizzy, Blur, Franz Ferdinand, Hole, Jet, Nirvana, Queen, Offspring oder die Killers durchaus rocken, so verleiten beispielsweise Rosenstolz, KT Tunstall, Echt oder Matthias Reim nicht gerade zum Headbangen und Moshen.

Die nicht-deutschsprachigen Nationen dürften mit ihrem Lineup etwas mehr Glück gehabt haben: In der internationalen Ausgabe darf man zu den Queens of the Stone Age oder den Stereophonics singen. Dafür gibt es zum ersten Mal auch etwas für die Österreich-Fraktion: Unser aller Christl Stürmer gibt „Ich lebe“ zum Besten.

In punkto Gameplay hat sich wenig geändert. Drei Spiel-Modi stehen zur Auswahl: Der „Singen“-Modus, in dem eine Person schnell und unkompliziert zu einem Song ihrer Wahl trällern darf, der „Freestyle“-Modus, wo ein bis zwei Barden ohne weitere Hilfe versuchen den Ton zu treffen, und schließlich der „Party“-Modus. Hier können stimmgewaltige Spieler gemeinsam („Duett“) oder gegeneinander („Duell“) wettsingen. Für viele Gäste empfiehlt sich der „Gib das Mikro weiter“-Modus. Zwei Teams mit bis zu je vier Spielern lassen es hierbei so richtig krachen.

Danach kann es dann auch schon losgehen. Man wählt den Lieblingssong und die gewünschte Song-Länge („Normal“ oder „Kurz“) und schon erscheinen der Original-Videoclip, der für Karaoke so typische und sich nach und nach einfärbende Text sowie – entsprechender Modus vorausgesetzt – die Melodielinien am Bildschirm. Der Spieler krakeelt daraufhin ins Mikrofon und hofft, dass seine Interpretation der des Originals möglichst nahe kommt. In Echtzeit erhält der Spieler daraufhin zu jeder Gesangszeile eine B

ewertung – von „mies“ bis „cool“. Bei großem Talent schafft man es abschließend in die Highscore-Liste und darf seinen Song abspeichern, um ihn sich immer und immer wieder anzuhören. Wer nicht ganz so oft den Ton getroffen hat, der kann auch ein wenig schummeln und versuchen mit Effekten noch etwas aus dem Halbplayback herauszukitzeln. Die Effekte dienen jedoch größtenteils eher der Belustigung. Wer möchte, der kann sich bei seiner Gesangsdarbietung über Sonys „EyeToy“-Kamera zusätzlich auch noch filmen lassen.

Fazit: Musik ist Geschmackssache und somit sollte einfach jeder schauen, ob er mit den auf „Singstar Rocks“ vorhandenen Songs etwas anfangen kann. Alles in allem sind die 30 Songs plus sechs Medley-Zusammenschnitte doch sehr massenkompatibel und weniger rockig als erhofft ausgefallen. Zumindest ein Rock-Lied der härteren Gangart, ob nun Metallica, Black Sabbath oder Slipknot, wäre wünschenswert gewesen. Spaß macht das Singen aber noch immer, vor allem in der Gruppe.

Plattform: PS2
Publisher: Sony
Krone.at-Wertung: 84%

von Sebastian Räuchle

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