Di, 21. November 2017

Von Baulärm genervt

09.07.2015 11:24

Bewaffneter in Unterhose löst WEGA-Einsatz aus

Nur mit einer Unterhose am Leib, dafür aber mit einer Gaspistole in der Hand hat ein Wiener am Mittwoch gegen den Baulärm oberhalb seiner Wohnung im Bezirk Simmering vorgehen wollen - um "dem Theater" - wie er selbst sagt - ein Ende zu setzen. Auf sein Klopfen an der Tür reagierte jedoch niemand, dafür rückte die Polizei mit einem Großaufgebot und Unterstützung der WEGA aus und nahm ihn fest.

Wie der Mann gegenüber den Ermittlern angab, konnte er wegen Lärms durch Bauarbeiten in der Wohnung oberhalb seiner eigenen in der Kaiser-Ebersdorfer-Straße nicht schlafen. Am Mittwoch gegen 11.30 Uhr wollte er "dem Theater" ein Ende setzen und seiner Beschwerde mit einer Gaspistole gehörig Nachdruck verleihen.

In Unterhose an Tür geklopft
Lediglich in Unterhose und mit der täuschend echt aussehenden "Walther P99" ging er ins oberste Stockwerk des Wohnhauses. Dabei wurde er von einer Nachbarin beobachtet - die Frau alarmierte die Polizei. Der 38-Jährige klopfte an die Tür der Wohnung, in der die Bauarbeiten stattfanden. Ihm wurde jedoch nicht geöffnet, woraufhin der Mann den Rückzug antrat.

Unterdessen rückte jedoch die Polizei inklusive Beamten der Sondereinheit WEGA an. Sie trafen den Verdächtigen schließlich in seiner Wohnung an, stellten die Gaspistole sicher und nahmen ihn vorläufig fest. "Er wurde nach der Einvernahme auf freiem Fuß angezeigt", sagte Polizeisprecher Patrick Maierhofer.

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