Fr, 15. Dezember 2017

Kollaps in der Stmk

07.07.2015 16:55

Hitzeschock: Arbeiter (56) stirbt auf Baustelle

Wer in Zeiten wie diesen seine Arbeit im klimatisierten Büro erledigen kann, darf sich zu den Glücklichen zählen. Unerträglich ist die Hitze für all jene, die im Freien schuften müssen - wie zum Beispiel Bauarbeiter. In der Steiermark kollabierte ein 56-jähriger Mann auf der Baustelle und starb.

Das Rote Kreuz und der Notarzt kämpften am Montag hart um das Leben des Bauarbeiters - doch vergeblich, er verstarb noch während der Reanimation. Zuvor hatte der 56-Jährige, der in Seiersberg bei einem Einfamilienhaus bei dieser Affenhitze mit Zimmererarbeiten beschäftigt war, über Übelkeit geklagt - wenig später kollabierte der Mann.

Schwerarbeiter, die im Freien schuften müssen, sind bei Temperaturen weit über die 30-Grad-Marke die Leidtragenden. Dabei gibt es seit 1993 ein Gesetz, das solchen Situationen Einhalt gebietet: "Bei Temperaturen über 35 Grad darf der Arbeitgeber hitzefrei geben", sagt Baugewerkschafter Josef Muchitsch, 60 Prozent des Stundenlohns werden in diesem Fall ausgeschüttet.

Gesetz wird noch zu wenig ausgenutzt
"Viele nehmen das in Anspruch, aber leider nicht alle. Dabei geht es um die Gesundheit!" Wenn schon weiterschuften, dann zumindest im Schatten: "Dort, wo es möglich ist, sollten die Arbeiten wenigstens in den Schatten verlegt werden", appelliert Muchitsch. Außerdem sollte den Arbeitern genügend Trinkwasser zur Verfügung stehen.

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