Fr, 15. Dezember 2017

Beachvolleyball-Guru

02.07.2015 17:11

Jagerhofer verbreitet den "Geist des Wörthersees"

Hannes Jagerhofer zieht es mit der Serie "Beach Majors" in die Ferne – daher fragte ihn "Krone"-Sportchef Robert Sommer: Ist das Turnier in Klagenfurt am Ende?

"Krone": Hannes, du bist der Erfinder des Beachvolleyball-Spektakels am Wörthersee – aber hast du nach der Gründung deiner Serie "Beach Majors" überhaupt noch Zeit für dein sportliches Baby? Nur zur Erinnerung: Turnierbeginn ist heuer der 28. Juli!
Hannes Jagerhofer: Haha, das weiß ich schon. Klagenfurt ist die "Mutter" von allem. Ohne dieses Turnier gäbe es die "Beach Majors" gar nicht.

"Krone": Kannst du unseren Lesern erklären, wie das neue Konstrukt funktioniert?
Jagerhofer: Klar: Es gibt Grand-Slam-Turniere und parallel dazu unsere "Beach Majors" – beide unter dem Dach des Weltverbandes. Am Anfang gab’s Riesenprobleme, sie wollten sogar Sportler, die bei meiner Serie mitmachen, von Olympia ausschließen. Aber jetzt ist alles geklärt, über unsere Turniere kann man sich sogar für die Sommerspiele qualifizieren.

"Krone": Zwei Serien, das klingt nicht nach Dauerlösung?
Jagerhofer: Früher oder später wird es nur noch unsere "Beach Majors" geben.

"Krone": Was ist eigentlich so besonders daran?
Jagerhofer: Wir verbreiten den Geist des Wörthersees auf der ganzen Welt, überall gibt’s ein Spektakel. Zuletzt in Porec, wo Beachvolleyball gar keine Tradition hat. Am Anfang waren 50 Prozent Österreicher unter den Zuschauern – die hab ich gleich zu Botschaftern gemacht und ihnen zum Dank den Treibstoff für die Rückreise bezahlt. Später kamen in Massen die Kroaten, so begeistert waren die plötzlich.

"Krone": Welche Rolle soll da Klagenfurt in Zukunft spielen? Ist das Turnier am Ende? Du meintest, es wäre die "Mutter" von allem…
Jagerhofer: …und von der "Familie" trennt man sich bekanntlich am schwersten. Heuer ist die Europameisterschaft, das nächste Jahr noch ein Turnier, das zu unseren "Beach Majors" zählt – und dann wird man weitersehen, dann muss halt mit dem Land Kärnten neu verhandelt werden.

"Krone": Aber deine Blicke gehen eher über den Horizont?
Jagerhofer: Ich habe Anfragen aus allen Erdteilen: Panama und Kolumbien sind zum Beispiel weitere Projekte.

"Krone": Du hast von Familie gesprochen – wann siehst du eigentlich deine?
Jagerhofer: Sehr selten, das ist nicht einfach: Ich habe eine Tochter mit zweieinhalb Jahren und einen Sohn mit fünf Monaten, den ich bis jetzt vielleicht sieben Tage gesehen habe. Nicht öfter! Dafür hab ich seit Jahresbeginn 300.000 Flugmeilen gesammelt, manchmal war ich für einen einzigen Tag irgendwo in Asien. Das tut schon weh.

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