Di, 16. Jänner 2018

Drogentote

10.04.2006 08:16

Immer mehr jugendliche Drogentote

Immer mehr Jugendliche sterben durch Suchtgiftmissbrauch. Wurden 2003 noch 189 Drogentote erfasst, starben im Jahr darauf 224 Menschen unmittelbar nach dem Konsum illegaler Substanzen oder an den Langzeitfolgen. Laut Gesundheitsministerin Rauch-Kallat stiegen aber auch die Drogentoten unter 20 Jahren.

Zum Vergleich: Von 1997 bis 1999 bewegte sich die Zahl der Drogentoten in Österreich zwischen 160 und 180. Im Jahr 2000 stieg die Zahl auf 227 und sank 2001 wieder auf 184 Fälle.

Der Anteil der jüngsten Drogentoten, der unter 20-Jährigen, ist im Vergleich zu 2003 von zwölf auf 21 Prozent angewachsen. Diese Gruppe verzeichnete den größten Anstieg, während sich die Zahl der Todesfälle bei den 30- bis 34-Jährigen verringert hat.

20 Prozent der Opfer insgesamt, aber unverhältnismäßig viele der jüngsten Drogentoten sind weiblich: 40 Prozent der umgekommenen Frauen waren 2004 jünger als 20 Jahre, während von den männlichen Toten nur 17 Prozent in diese Altersgruppe fielen.

Die meisten direkten Drogentodesopfer verzeichnete Wien: 88 Menschen starben 2004 in der Bundeshauptstadt durch Suchtgift, 2003 waren es 92. In der Statistik folgt Niederösterreich mit 31 Toten - und einem deutlichen Plus auf einen Anteil von 17 Prozent im Vergleich zu neun Prozent im Jahr 2003, als 13 Drogenopfer gezählt wurden. Danach rangieren Oberösterreich und Tirol mit einem Anteil von jeweils acht Prozent.

In 40 Prozent der direkt mit Suchtgiftkonsum zusammenhängenden Todesfälle wurden ausschließlich illegale Drogen festgestellt. Besonders gefährlich ist das Mischen von Substanzen: Bei mehr als der Hälfte der Fälle waren neben Suchtgift(en) Psychopharmaka und/oder Alkohol im Spiel. Opiate wurden in 98 Prozent der Todesfälle nachgewiesen.

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