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07.04.2006 14:10

BAWAG präsentiert neuen Aufsichtsrat

Der neue BAWAG-Aufsichtsrat steht: 9 statt bisher 14 Kapitalvertreter sitzen seit Freitag im Kontrollgremium der Gewerkschaftsbank. An der Spitze des Aufsichtsrats steht der einstige Wiener Städtische-Chef Siegfried Sellitsch (Foto). Seine Stellvertreterin im Bankpräsidium ist die GPA-Geschäftsführerin Dwora Stein.

Nach dem Karibik-Desaster und der Refco-Kreditaffäre wurde das Aufsichtsratsgremium der BAWAG vollständig umgebaut. Der Großteil der alten Aufsichtsratsmitglieder - darunter das bisherige Präsidium - ließ die Mandate am gestrigen Abend auslaufen. Von der bisherigen Garde blieben nur Ex-Siemens-Generaldirektor Albert Hochleitner und Arbeiterkammer-Direktor Werner Muhm im Aufsichtsrat.

Neu im Gremium sind wie erwartet Max Kothbauer und Richard Schenz. Kothbauer war einst Vorstand der Städtischen, der CA und später auch der Postsparkasse, die im Oktober 2005 ganz in der BAWAG aufgegangen ist. Mit Schenz zog ein langjähriger Spitzenmanager und Kapitalmarktexperte in den Aufsichtsrat ein. Vom ÖGB neu in den Aufsichtsrat entsandt ist dessen Chefvolkswirt Georg Kovarik. Ebenfalls neu sind die Controlling-Expertinnen Monika Fraissl sowie Gabriela Zraunig.

Khol: ÖGB-Mitglieder am Verkauf beteiligen
Nationalratspräsident Khol plädiert unterdessen dafür, die 1,36 Millionen ÖGB-Mitglieder am Verkauf der BAWAG zu beteiligen. „Ein deutliches Signal des ÖGB an die Mitglieder wäre, dass beim Verkauf klargestellt wird, dass zehn oder 15 Prozent des Aktienkapitals von den Mitgliedern gekauft werden können“, sagte Khol zum „Standard“.

„So könnten die Dienstnehmer im Wege der Mitbestimmung ihre Interessen vertreten“, meinte Khol, das sei „besser als eine Sperrminorität“. Khol bezeichnet sich selbst als „überzeugtes“ Gewerkschaftsmitglied, das auch streiken würde. „Wenn der Streikfonds angetastet würde, da würde ich sofort auf die Straße gehen“.

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