Mo, 28. Mai 2018

Geld locker gemacht

16.04.2015 11:18

Deutschkurse für Flüchtlinge: 7.300 neue Plätze

Nach Kritik am Deutschkurs-Mangel für Flüchtlinge hat die Regierung am Donnerstag insgesamt 7.300 neue Plätze in Aussicht gestellt. Sozial-, Innen- und Integrationsministerium hätten sich auf die entsprechende Finanzierung geeinigt, wurde in einer Aussendung mitgeteilt.

Gedacht sind die Plätze vornehmlich für anerkannte Flüchtlinge aus Syrien. Man hoffe, den aktuellen Mehrbedarf mit diesem Schritt vorerst decken zu können, hieß es in der gemeinsamen Aussendung. Finanziert werde dies aus rückgeflossenen Mitteln bzw. internen Umschichtungen.

Den Löwenanteil trägt das Sozialministerium, das 4.300 zusätzliche Kursplätze um 3,44 Millionen Euro schafft. Dafür sollen Rückflüsse aus dem Europäischen Globalisierungsfonds im Bereich Arbeitsmarkt eingesetzt werden. Das Integrationsressort finanziert mit rund 1,6 Millionen Euro 2.000 Plätze. Das Innenministerium kündigte 1.000 weitere Plätze an, konnte auf Nachfrage die genauen Kosten dafür aber noch nicht beziffern.

Alle drei Ministerien unterstrichen, dass es weitere Anstrengungen brauche, um das Angebot zu sichern. Denn mitverantwortlich seien auch Länder und NGOs. Derzeit gebe es rund 40 Millionen Euro für Deutschkurse in Österreich, die zu 71 Prozent vom AMS kämen, zu 19 Prozent von den Bundesländern, vier Prozent bestreite der Integrationsfonds, vier Prozent das Integrationsministerium sowie zwei Prozent das Innenministerium.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden