Sa, 18. November 2017

Biker gegen Militär

23.03.2015 09:51

Dicke Luft zwischen Radfahrern und Bundesheer

Verärgert sind die Radfahrer in Bruckneudorf (Bgld.) und ihre Sportskameraden im benachbarten Bruck an der Leitha (NÖ). Denn jahrelang war es überhaupt kein Problem, die Wege durch den Truppenübungsplatz mit dem Drahtesel zu benutzen, doch nun legt sich das Heer quer. Die Biker planen daher in Kürze eine Protestaktion.

"Früher war es erlaubt, auf den auch für die Fußgänger freigegebenen Wegen den Truppenübungsplatz Bruckneudorf mit dem Fahrrad zu durchqueren", weiß Kurt Helmreich, Obmann des Kultur- und Museumsvereins Bruck an der Leitha. "Doch vor einiger Zeit wurde das verboten. Niemand versteht, worin das Problem bestehen soll." Helmreich scharte andere empörte Pedalritter um sich und schrieb sogar einen Brief an Verteidigungsminister Klug. In der Antwort des Ministeriums hieß es, dass man grundsätzlich bereit sei, einige Wege zu öffnen, nicht aber die geforderte Windner Straße. "Dabei ist genau das die kürzeste Verbindung zwischen dem Neusiedler See und Bruck. Außerdem hat man über diesen Weg einen direkten Anschluss an den Kirschblütenwanderweg Seewinkel."

Ultimatum an das Heer
Sollte das Bundesheer nicht einlenken, gibt es Protestaktionen. "Für den 26. April planen wir eine Demo von Hunderten Radlern aus beiden Bundesländern, die vom Kriegerdenkmal über die Windner Straße bis zur Bärenhöhle fahren werden. Der Ball liegt beim Herrn Minister." Denn, so Helmreich: Sollte das Militär bis 31. März die geforderten Routen öffnen, werde die Demonstration abgesagt. "Wir Radfahrer wollen nur das zurück, was man uns weggenommen hat!"

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