Do, 14. Dezember 2017

Nun Urabstimmung

20.02.2015 17:15

Annäherung bei Ärztezeit, aber kein Durchbruch

Im Streit um kürzere Arbeitszeiten für Ärzte und damit verbundenen Gehaltsentgängen gab es am Donnerstag Abend eine erste Annäherung zwischen Ärztevertretern und Land Tirol. Das Land legte dabei ein drei Punkte umfassendes Angebot als Übergangslösung für 2015 auf den Tisch. Entschieden ist freilich noch nichts.

Zusammengefasst geht es um mehr Gehalt, um die Anstellung zusätzlicher Ärzte an der Klinik und um eine Zustimmung der Ärzte zu flexibleren Arbeitszeiten.

Was das liebe Geld betrifft, will das Land zunächst als Übergangslösung für dieses Jahr rund 11,2 Millionen Euro in die Hand nehmen, um allfällige Verdienstentgänge abzufedern.

Bis zu 100 zusätzliche Ärzte

Zudem sollen in den kommenden zwei bis drei Jahren bis zu 100 zusätzliche Ärzte an den Landeskrankenhäusern angestellt werden. Das bedeutet Mehrkosten bis zu zwölf Millionen Euro. Im Gegenzug müssen jedoch Ärztevertreter und Betriebsrat flexibleren Arbeitszeiten zustimmen.

"Vorbehaltlich der Beschlussfassung in den Gremien der Ärzte und des Betriebsrates haben wir Konsens zu dieser Übergangslösung erzielt", betonte Landeshauptmann Günther Platter (VP), der an den Verhandlungen am Donnerstag Abend selbst teilnahm.

Urabstimmung der Ärzte

Nun sind die Ärzte bzw. deren Vertreter an der Reihe. Bereits im Vorfeld wurde betont, dass im Rahmen einer Urabstimmung über die Zustimmung oder Ablehnung eines allfälligen Angebotes entschieden werde.

"Zu lange gepokert"

Die politische Opposition bezeichnet die jüngste Annäherung als erfreulich. "Aber der zuständige Gesundheitslandesrat Tilg und die schwarz-grüne Regierung haben zu lange gepokert", betont Andrea Haselwanter-Schneider, Liste Fritz.

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