Mo, 20. November 2017

Im Jahr 2014

18.01.2015 13:39

2.000 Falschparker blockierten die Wiener Öffis

1.946 Falschparker haben im Jahr 2014 die Wiener Öffis blockiert und im Zuge dessen für Behinderungen und Umleitung, besonders aber aufgrund der dabei verursachten Verspätungen für erhitzte Gemüter bei den Fahrgästen gesorgt. Allerdings verzeichneten die Wiener Linien einen Rückgang der Zahl der Falschparker im Vergleich zum Jahr 2013 um ganze 25 Prozent - und führen das unter anderem auf den milden Winter mit geringem Schneefall zurück.

Eine Verkehrsbehinderung durch einen einzigen Falschparker kann den gesamten Verkehr auf einer kompletten Linie einschränken und damit Tausende Fahrgäste am Vorankommen hindern, heißt es in einer Aussendung der Wiener Linien am Sonntag. "Bereits wenige Zentimeter, die ein Auto zu nahe am Gleis parkt, können ausreichen, um die Straßenbahn oder den Bus an der Weiterfahrt zu hindern", erklärt Wiener-Linien-Geschäftsführer Eduard Winter.

Oftmals dauert es dann bis zu 40 Minuten oder auch länger, bis Bus, aber vor allem Bim, wieder ungehindert ihre Fahrt aufnehmen können. Falschparker-Hotspots sind dabei besonders die Linie 5 im Bereich Kaiserstraße und Blindengasse, die Linie 37 bei der Geweygasse, 40 und 41 entlang der Währinger Straße, die Straßenbahnlinie 42 im Bereich der Kreuzgasse sowie die Linie 60 bei der Geßlgasse, heißt es.

Falschparken kommt teuer
Doch nicht nur die Verspätungen für die Fahrgäste sind dabei ärgerlich, sondern auch die hohen Kosten, die das Falschparken verursacht: Neben einer Verwaltungsstrafe muss der Einsatz der Feuerwehr mit einem Stundensatz von ca. 220 Euro oder der Abschleppdienst bezahlt werden. Hinzu kommen die Überstunden des Personals - was je nach Ausmaß der Störung mit insgesamt bis zu mehreren Hundert Euro Gesamtkosten zu Buche schlägt.

Eine Abschleppung wurde im Vorjahr in 519 Fällen beantragt, für 695 Falschparker kam es zu einer Anzeige. In den restlichen Fällen konnte das Fahrzeug binnen kurzer Zeit umgestellt oder von der Feuerwehr so platziert werden, dass Bim und Bus wieder weiterfahren konnten.

Milder Winter - weniger Falschparker
Im Vergleich zum Jahr 2013 gab es laut Wiener Linien allerdings einen Rückgang der Falschparker um immerhin 25 Prozent. Dies dürfte neben "der laufenden Bewusstseinsbildung" vor allem auf den milden Winter und dem damit verbundenen geringen Schneefall zurückzuführen sein, heißt es seitens der Wiener Linien. Denn gerade schneebedeckte Bodenmarkierungen sind ein häufiger Grund für falsch geparkte Fahrzeuge.

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