Di, 17. Oktober 2017

Nebenbuhler getötet

20.11.2014 07:15

Reue nach Bluttat in Klagenfurt: „Es tut mir leid“

Noch immer unfassbar ist für viele die Bluttat am Allerseelentag in Klagenfurt. Ein 50-Jähriger hatte den neuen Freund seiner "Ex" durch das offene Autofenster am Fahrersitz erschossen. Während die Familie des Opfers unter dem schweren Verlust leidet, versuchen Kinder und Freunde des mutmaßlichen Mörders zu begreifen, was den 50-Jährigen derart ausrasten ließ. Der "Krone" ließ er ausrichten: "Es tut mir zutiefst leid!"

Seit knapp drei Wochen sitzt der zweifache Familienvater Erwin P. aus Feldkirchen nach der Bluttat in Untersuchungshaft: Die Ermittler gehen davon aus, dass der 50-Jährige am Parkplatz vor dem Schloss Mageregg nach einem kurzen Wortwechsel den neuen Freund seiner Ex-Lebensgefährtin am Fahrersitz erschossen hat.

"Es war sicherlich ein Blackout"
Was ließ einen bislang unbescholtenen Menschen, der 35 Jahre im gleichen Betrieb gearbeitet und seit der Jugend eine fast 25-jährige Lebensgemeinschaft gehabt hatte, derart ausrasten?

"Es war sicherlich ein Blackout, eine Kurzschlusshandlung", sagt Verteidiger Michael Sommer nach der Tatrekonstruktion, bei der sein Mandant unter Tränen geschildert hat, was geschehen war. "Er ist sehr kooperativ und stellt sich dem, was er getan hat", so Sommer weiter. Über den Anwalt lässt der 50-Jährige daher auch ausrichten: "Es tut mir zutiefst leid. Ich will alles ungeschehen machen - das geht aber natürlich nicht."

Klar ist mittlerweile das Motiv: brennende Eifersucht. Der Tatverdächtige hatte kurz zuvor noch innige Stunden mit seiner Partnerin verbracht und danach erfahren müssen, dass sie eine Internetbekanntschaft erneut treffen wollte.

Verteidiger: Verdächtiger wird sich "Mordanklage stellen"
Am Allerseelentag machte er sich auf die Suche nach ihr, wollte sich mit ihr aussprechen, den Nebenbuhler zur Rede stellen - allerdings mit einer 9-Millimeter-US-Handfeuerwaffe, die der Sportschütze legal besaß. Für ihn sei ein Treffen der letzte Ausweg gewesen, die Lebensliebe zurückzugewinnen - oder sich ansonsten selbst zu erschießen. Doch es sollte anders kommen: Stattdessen tötete er den Nebenbuhler, einen 53-jährigen Makler aus dem Bezirk Völkermarkt, und war danach 40 Stunden auf der Flucht vor der Polizei, ehe er in einem Waldstück gefasst wurde.

P.s Anwalt rechnet mit einer Anklage wegen Mordes: "Dieser wird sich mein Mandant auch ohne Einsprüche stellen."

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden