Mo, 20. November 2017

Fund in Tirol

13.10.2014 06:54

Illegal entsorgt: Rätsel um 30 tote Schafe gelöst

Das Rätsel um über 30 getötete Schafe, deren Überreste Anfang Oktober nahe einem Quellschutzgebiet bei Natters in Tirol illegal entsorgt worden waren, ist gelöst: Ein Stubaier Schafzüchter hatte die Tiere völlig legal getötet und das Fleisch an Türken verkauft. Schlachtabfälle hatte er schon öfter illegal entsorgt.

Ein tätowiertes Ohr eines Schafes hatte die Polizeiinspektionen von Mutters und Fulpmes auf die richtige Spur gebracht. Während heute alle Schafe mit einer Ohrmarke versehen sind, waren früher die Tiere tätowiert. Die Ohrmarken hatte der Bauer, der die Tiere bei einem anderen Schafzüchter gekauft hatte, bei allen Kadavern herausgeschnitten: Aber eine Tätowierung hatte er übersehen! Über den Schafzuchtverband konnte damit die Spur verfolgt werden, die zum mutmaßlichen Täter im Stubaital führte.

Tiere für islamisches Fest geschlachtet
Oberstleutnant Gerhard Niederwieser, der Polizeichef des Bezirkes Innsbruck-Land, gibt interessante Details zum aufgeklärten Fall bekannt: "Der Bauer hat die Berechtigung, Schafe auf seinem Hof zu schlachten. Er hatte sie dazu mit einer Stromzange betäubt und dann die Schlagader durchtrennt. Das Fleisch verkaufte er an Türken, die vom 4. bis 7. Oktober das islamische Opferfest feierten."

Bauer wollte sich Entsorgungsgebühr sparen
"Am Abend der Schlachtung verfrachtete er die Kadaver auf einen Anhänger und fuhr dann vorerst ohne Ziel aus dem Stubaital Richtung Innsbruck", so Niederwieser weiter. "Bei Natters fuhr er mit dem Anhänger in Richtung einer Böschung und entsorgte die Kadaver mit einer Mistgabel im Gelände, das direkt im Grenzbereich zu einem Quellschutzgebiet liegt. Der Mann wollte sich ganz einfach die Entsorgungsgebühr für die Abfälle sparen."

Hohe Geldstrafe droht
Im Rahmen des Verhörs gab der Bauer zu, bereits mehrfach Schlachtabfälle im Stubaital entsorgt zu haben. Diesmal wollte er die Spur verwischen und fuhr deshalb aus dem Tal. Der Schafzüchter wird bei der Staatsanwaltschaft und der Bezirkshauptmannschaft angezeigt, eine hohe Geldstrafe droht.

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