Di, 21. November 2017

Ex-Klientin klagt an

09.10.2014 15:06

„Futterbox Österreich“ wehrt sich gegen Vorwürfe

Es gibt Tierschutzvereine, die sich auch dem Wohl der Menschen verschrieben haben. Ein solcher ist die "Futterbox Österreich", die Tiernahrung an bedürftige Hunde- und Katzenhalter ausgibt. Dass dieser Service an gewisse Voraussetzungen und Rahmenbedingungen geknüpft sein muss, ist klar. "Werden diese missachtet, ist das gegenüber den anderen Kunden unfair", erklärt Obmann Özgür Catikkas. Doch jetzt hat er genau deswegen Ärger mit einer ehemaligen Klientin.

Sie habe keine Möglichkeit, ihre Besuche bei der "Futterbox Österreich" rechtzeitig bekannt zu geben, weil sie auf das Auto eines Bekannten angewiesen sei - so schildert es Michaela N. gegenüber verschiedenen Medien. Als am vergangenen Samstag dann kein Futter für ihre beiden Katzen zur Verfügung stand, eskalierte die Situation in der St. Pöltner Ausgabestelle. Die Konsequenz: Michaela N. wurde als erste Person in der Vereinsgeschichte aus der Kundenkartei gestrichen. Ihre Katzen müssten deswegen bitteren Hunger leiden, gibt sie an.

"Jeder Kunde muss Richtlinien unterschreiben"
Vereinsobmann Özgür Catikkas fühlt sich missverstanden und sieht den guten Ruf der Organisation gefährdet: "Um unseren Einsatz für Menschen und Tiere in Not möglichst zielgerichtet und fair zu gestalten, haben wir Richtlinien für die Durchführung der Futterausgaben festgelegt, die alle unsere Kunden erhalten und unterschrieben haben." Dazu gehört, dass eine bestimmte Einkommensgrenze nicht überschritten und das Futter zu bestimmten Zeiten abgeholt werden darf. Die Haustiere müssen zudem beim Kunden selbst leben.

Katzenhalterin bezog über ein Jahr kostenfreies Futter
Michaela N. habe diese schriftliche Vereinbarung wiederholt missachtet, so Catikkas: "Die besagte Kundin hat seit über einem Jahr kostenfrei Futter für ihre beiden Katzen erhalten, wiederholt auch außerhalb der vereinbarten Rahmenbedingungen, da wir ihr diesbezüglich in angemessener Weise entgegenkommen wollten." Am Samstag sei es dann wegen zu kurzfristig angekündigtem Erscheinen dazu gekommen, dass kein Futter für die Kundin zur Verfügung stand.

Obmann erhält nach Medienberichten Droh-Mails
"Die Lage während der Futterausgabe drohte schließlich zu eskalieren und die Kundin erhob die Stimme gegenüber unserer ehrenamtlichen Mitarbeiterin. Auch bei meinem Versuch, ein klärendes Gespräch mit der Dame zu führen, verhielt sie sich aus unserer Sicht unangemessen - daher haben wir uns dazu entschieden, Michaela N. aus unserer Kundenkartei zu streichen", erzählt Catikkas. Diese wandte sich verärgert an die Medien, bei der "Futterbox" trudeln bereits erste negative Reaktionen ein. "Ich habe sogar Droh-Mails erhalten", so der Obmann bestürzt.

"Sind stets um respektvollen Umgang mit Kunden bemüht"
Die Aussagen gegenüber den Medien lassen allerdings den Schluss zu, dass Michaela N. auch gegen weitere Richtlinien verstoßen haben könnte. "Angeblich leben die beiden Katzen jetzt plötzlich doch bei einem Bekannten", wundert sich Catikkas. Er hofft auf das Verständnis der Öffentlichkeit: "Alle, die uns persönlich kennen, wissen, dass wir sehr um einen freundlichen und respektvollen Umgang mit unseren Kunden bemüht sind. Umgekehrt ist es uns auch wichtig, die Würde unser Mitarbeiter zu schützen und, wie in diesem Fall, letztlich auch entsprechende Konsequenzen zu ziehen."

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