Mi, 18. Oktober 2017

Intensives Training

09.10.2014 09:37

Zollhunde sollen neue chemische Droge aufspüren

Bei uns ist es bislang nur vereinzelt aufgetaucht – aber es ist nur eine Frage der Zeit, bis wir damit so überschwemmt werden wie andere Länder: spottbilliges Cannabis, hergestellt in Labors, 50-mal stärker als "natürliches" Gras. Ankämpfen soll dagegen der "vierbeinige Kommissar".

Sie spüren Drogen auf, Bargeld, auch Tabak. Und jetzt müssen die talentierten Spürnasen der Zollwache noch auf etwas anderes eingeschworen werden – auf chemisch hergestelltes Cannabis.

Polizei bereitet Hunde auf neue Droge vor
"In Norwegen etwa werden sie bereits damit überschwemmt", weiß Rudolf Druml, Bundesleiter für Zoll- und Diensthundewesen. "Und es ist nur eine Frage der Zeit, bis es auch bei uns so weit ist." Denn: "Natürliches" Cannabis kostet pro Gramm 20 bis 30 Euro – das laut Druml zumeist in Russland oder der Ukraine hergestellte Suchtmittel zwei Euro!

Training auf verschiedene Gerüche
"Unsere Hunde kennen den Geruch so natürlich nicht. Aber wir trainieren sie jetzt darauf." Genauso wie auf eine am Markt ganz neu aufgetauchte Folie, die Verbrecher zum Drogen- und Geldschmuggeln verwenden. Druml: "Das tragen die dann am Körper. Aber irgendwann sickert der Geruch durch." Und die feinen Spürnasen reagieren.

Vierbeiner werden mit Spieltrieb motiviert
Übrigens: Da räumt Druml mit einem weit verbreiteten Irrglauben auf: "Unsere Tiere werden selbstverständlich nicht mit Drogen süchtig gemacht, damit sie sie finden! Nein, das funktioniert alles rein über den Spieltrieb. Sie finden die Beute, kriegen dafür ihr Spielzeug."

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