Mo, 21. Mai 2018

EU-weit nur 18,6%

24.09.2014 13:25

Nach wie vor wenige Frauen in Führungsetagen

EU-weit dominieren nach wie vor die Männer die Führungsetagen von börsennotierten Unternehmen. So besetzen Frauen im Schnitt lediglich 18,6 Prozent der Sitze in den höchsten Entscheidungsgremien der Konzerne, wie die Europäische Kommission am Mittwoch bekannt gab. Österreich liegt dabei mit 11,8 Prozent deutlich unter dem EU-Schnitt.

Mit Lettland, Frankreich, Finnland, Schweden und den Niederlanden erreichen nur fünf der 28 EU-Mitglieder einen Anteil von zumindest einem Viertel Frauen in den höchsten Entscheidungsgremien der Unternehmen. Spitzenreiter Lettland kratzt dabei mit 31,4 Prozent schon fast am Drittel-Anteil, wohingegen am anderen Ende der Skala Malta mit 2,7 Prozent abgeschlagen hinter Tschechien (6,7 Prozent) liegt.

Bei Zuwächsen nur im Mittelfeld
Die im April als bis dato letztem Zeitpunkt erhobenen 18,6 Prozent Frauenanteil entsprechen immerhin einem Anstieg um 0,8 Prozentpunkte seit Oktober 2013 (17,8 Prozent). Und im Vergleich zu Oktober 2010 fällt der Anstieg mit 6,7 Prozentpunkten deutlich aus.

So ist im Zeitraum zwischen Oktober 2010 und April 2014 der Frauenanteil in 23 der 28 Mitgliedsländer gestiegen. Österreich kann hier ein Plus von 3,1 Prozentpunkten verbuchen - liegt damit aber weit hinter den Spitzenreitern Frankreich (+18,1 Prozentpunkte), Italien (+14,1 Prozentpunkte) und Slowenien (+13,5 Prozentpunkte). 15 Länder verzeichneten demnach höhere Zuwächse als Österreich.

Frauen in Vorständen eine Seltenheit
Blickt man an die absolute Spitze, wird die Luft für Frauen noch dünner: Lediglich 3,3 Prozent beträgt der weibliche Anteil im Vorstand bei den börsennotierten Unternehmen Europas. Zwar gab es hier gegenüber Oktober 2013 ein Plus von 0,5 Prozentpunkten - damit wurde allerdings lediglich der Wert von Oktober 2011 erreicht.

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