Mo, 11. Dezember 2017

U-Bahn in Hongkong

22.08.2014 08:52

Toter Hund löst Proteste unter Tierfreunden aus

Nach dem Tod eines Hundes in den U-Bahn-Schächten von Hongkong gehen dort die Tierfreunde auf die Barrikaden. Bis zum Donnerstag verlangten 65.000 Unterzeichner einer Petition von der Betreibergesellschaft MTR eine Erklärung, warum der Hund nicht gerettet werden konnte. In der Station erinnert inzwischen ein Blumenmeer an das Tier, auf Spruchbändern wird "Gerechtigkeit für den Hund" gefordert.

Das MTR-Management veröffentlichte daraufhin eine lange Erklärung und entschuldigte sich für den Vorfall vom Mittwoch. Demnach hatten Mitarbeiter zunächst 20 Minuten lang vergeblich versucht, den streunenden Hund von den Gleisen zu vertreiben und in Sicherheit zu bringen. Doch dem Tier gelang es zu entwischen - um später auf den Gleisen einer anderen Station wieder aufzutauchen. Der dort einfahrende Zug sei sofort gestoppt worden, aber der Hund sei verschwunden gewesen, berichtete der Betreiber. Als der Zug schließlich weiterfahren durfte, sei dessen Kadaver auf den Gleisen entdeckt worden.

Tierfreunde unzufrieden mit MTR-Erklärung
Hongkongs Tierliebhaber, die ihre Hunde gerne auch im Kinderwagen spazieren führen oder mit stundenlangen Besuchen im Kosmetiksalon verwöhnen, zeigten sich wenig zufrieden mit der Erklärung: "Die Entscheidung machte alle Passagiere zu unfreiwilligen Mördern", hieß es in einem Kommentar auf Facebook, ein anderer befand, dass "jeder mit ein bisschen Herz und Verstand die Züge so lange gestoppt hätte, bis der Hund gerettet worden wäre". Mehrere Berichte wiesen darauf hin, dass New Yorks Subway vor einem Jahr zwei Stunden lang stillstand, um zwei Kätzchen von den Gleisen zu holen.

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