Do, 19. Oktober 2017

Nach Lkw-Unfall

07.06.2014 16:02

OÖ: Westautobahn rund zehn Stunden gesperrt

Nach einem schweren Lkw-Unfall ist die Westautobahn in Oberösterreich am Samstag rund zehn Stunden lang gesperrt gewesen. Ein Laster war in einem Brückenbereich umgekippt und in Brand geraten. Einer der drei Fahrstreifen wurde so stark beschädigt, dass er auch nach der um 15 Uhr erfolgten Verkehrsfreigabe weiterhin nicht benutzbar ist, teilte die Asfinag mit.

Der Unfall passierte gegen 5.20 Uhr zwischen den Abfahrten Allhaming und Sattledt. Der von einem 27-jährigen Tschechen gelenkte Lkw geriet nach rechts auf den Pannenstreifen und in die angrenzende Wiese. Der Fahrer lenkte dagegen. So blieb das Schwerfahrzeug nicht stecken, sondern schleuderte über alle drei Fahrstreifen.

Der Laster prallte gegen die Mittelleitschiene aus Beton und dann wieder zurück. Daraufhin stieß das Führerhaus gegen den Pfeiler einer über die Autobahn führenden Brücke am rechten Fahrbahnrand. Der Sattelschlepper kippte um. Er blockierte danach die gesamte Salzburger Richtungsfahrbahn. Obendrein begann das Schwerfahrzeug zu brennen. Die Flammen hüllten auch die Brücke ein.

Sekundenschlaf als Unfallursache vermutet
Der Lenker und sein 53-jähriger Beifahrer, ebenfalls aus Tschechien, konnten sich unverletzt ins Freie retten. Als Unfallursache wird Sekundenschlaf vermutet. Die beiden hatten die Ladung - 23 Tonnen Milchprodukte - in Aspach im Bezirk Braunau am Inn abgeholt und waren damit auf dem Weg nach Spanien.

Die Feuerwehr Allhaming wurde um 5.34 alarmiert. Ihr Kommandant Ernst Rammelmüller beklagte, dass die Anfahrt um etliche Minuten verzögert wurde, weil die Autofahrer keine Rettungsgasse bildeten. Zur Brandbekämpfung musste eine halbe Stunde lang auch die Wiener Richtungsfahrbahn gesperrt werden. Das Feuer war dann aber rasch gelöscht.

Westautobahn war vorübergehend komplett gesperrt
Die Westautobahn wurde in Richtung Salzburg ab dem Knoten Haid gesperrt. Der Verkehr wurde über die Welser Autobahn (A25) und die Innkreisautobahn (A8) zur Auffahrt Sattledt umgeleitet. Da für die Autos, die hinter dem Lkw gefahren waren, kein Weiterkommen mehr möglich war, sorgte die Polizei dafür, dass sie auf der Autobahn umdrehen konnten, anschließend wurden sie rund zehn Kilometer zurück bis zur Abfahrt Allhaming gelotst.

Am Vormittag wurde dann die Zugmaschine des Lkws von der Autobahn geborgen. Der Anhänger sei aber so stark beschädigt worden, dass er nicht auf herkömmliche Weise abgeschleppt werden könne. Sein Abtransport werde daher längere Zeit als nach Unfällen üblich in Anspruch nehmen. Rund 20 Mitarbeiter der Autobahnmeisterei Ansfelden waren zusammen mit den Feuerwehren im Einsatz, um die Fahrbahn mit Kehrmaschinen zu säubern und kotaminiertes Erdreich abzugraben.

Rechter Fahrstreifen schwer beschädigt
Um 15 Uhr konnte die Autobahn wieder für den Verkehr freigegeben werden. Doch in die Deckschicht des ganz rechten der drei Fahrstreifen haben die Flammen so starke Löcher gefressen, dass er nicht mehr benutzbar ist. Der Belag soll ab Dienstag abgefräst und neu aufgebracht werden.

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