Sa, 18. November 2017

Mit Schrotflinte

23.05.2014 14:46

Storch im Burgenland angeschossen

Ein Mann hat am Mittwoch im Burgenland einen angeschossenen Storch gefunden. Ein Veterinärmediziner entdeckte die Schussverletzung bei einer Untersuchung und meinte zunächst, dass dem Tier der rechte Flügel amputiert werden müsse. Glücklicherweise blieb Meister Adebar diese Tortur aber letztlich erspart...

Der Mann, der den Storch in Pamhagen im Bezirk Neusiedl am See gefunden hatte, dachte, dass sein rechter Flügel gebrochen sei, und brachte ihn zur Greifvogelstation Haringsee. Dort wurde das Tier untersucht. Eine erste Befürchtung, dass der Flügel amputiert werden müsse, bewahrheitete sich aber nicht. Das Tier wird nun laut Polizei gepflegt, bis es wieder gesund ist.

Tierschützer fordern Aufklärung
Die Tierschutzorganisation "Vier Pfoten" fordert nun die lückenlose Aufklärung des Falles. "Der zuständige Landesrat für Jagd sowie der Generalsekretär des Landesjagdverbandes Burgenland sind in der Pflicht, den Jäger ausfindig zu machen", sagte Kampagnenleiterin Indra Kley. Bei der verwendeten Waffe handelt es sich um eine Schrotflinte, wie sie überwiegend von Jägern verwendet wird. Nachdem der Fundort auch der Tatort ist, sollte es kein Problem sein, den Täter auszuforschen.

Weißstörche sind streng geschützt
"Sollte es sich wie erwartet um einen Jäger handeln, fordern wir die Jagdbehörde auf, ihm den Jagdschein auf Lebenszeit zu entziehen", so Kley. Der Weißstorch ist ein streng geschütztes Tier. "Das Burgenland ist ein Bundesland, das auf seine Störche zu Recht stolz ist und sie aktiv bewirbt. Daher sollten die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung an einer Aufklärung interessiert sein", so Kley. Es sei schrecklich, dass in letzter Zeit so viele Tiere angeschossen werden.

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