So, 19. November 2017

„Keine Abzocke“

07.05.2014 09:18

Weniger Toleranz für Temposünder in Salzburg

Salzburg zeigt ab 1. Juni deutlich weniger Toleranz für Temposünder: Im Ortsgebiet wird beispielsweise bereits ab 56 statt bisher 61 km/h abgestraft. "Das soll keine Abzocke oder Arbeitsbeschaffung für die Behörde sein, sondern die Sicherheit für die schwächsten Verkehrsteilnehmer erhöhen", schickte Landesrat Hans Mayr voraus.

Ab 1. Juni lässt Mayr die Straftoleranz bei Geschwindigkeitsübertretungen im Ortsgebiet von bisher zehn auf nunmehr fünf Stundenkilometer heruntersetzen. Das heiß konkret: Wurde bisher in einer 30er-Zone ab 41 km/h gestraft, so bekommen die Lenker dann ab 36 Stundenkilometern Post von der Strafbehörde. Bei 50 km/h liegt die neue Grenze bei 56 anstatt bisher 61 km/h. Auf Freilandstraßen bleibt alles beim Alten. Die Messtoleranz von fünf Stundenkilometern wird weiterhin vom gemessenen Wert abgezogen.

Tirol und Steiermark als Vorbild
"Ein großer Spielraum signalisiert dem Lenker, dass es eh nicht so schlimm ist, wenn er schneller fährt", glaubt Oberst Friedrich Schmidhuber, Leiter der Verkehrsabteilung der Salzburger Polizei. Er berichtet, dass in Tirol und der Steiermark die Werte bereits im September 2013 abgesenkt wurden.

Eines konnten die Polizisten in der Steiermark bereits feststellen: Die Gesamtanzahl der Anzeigen ging zwar nicht zurück, allerdings gab es im Bereich der Überschreitungen von mehr als 10 km/h einen Rückgang. Einen ähnlichen Effekt erhofft er sich auch für das eigene Land.

Bezirkshauptmann Reinhold Mayer weiß, welche Strafen drohen: "Wer geblitzt und nicht sofort angehalten wird, bekommt bei Überschreitungen bis 15 km/h eine Anonymverfügung über 35 Euro. Ist eine Lenkererhebung notwendig, steigt der Betrag auf 50 Euro." Fahrer, die gleich aus dem Verkehr gezogen werden, zahlen bei Überschreitungen bis 10 km/h 20 Euro, waren sie zwischen 10 und 20 Stundenkilometern zu schnell, müssen 30 Euro bezahlt werden.

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