So, 22. Oktober 2017

Aus zweiter Hand

24.04.2014 08:25

Kärntnerin gibt Papageien ein artgerechtes Zuhause

Bei Waltraud Oitz in Pulst bei Liebenfels in Kärnten finden Papageien ein besseres Zuhause. Denn oft werden diese geselligen Vögel leider schlecht gehalten, zudem sind viele Arten durch Jagd und Tierhandel vom Aussterben bedroht.

"Gute Nacht, gemma heia", plappert Ara "Nico" vor sich hin – und man glaubt, einen Menschen sprechen zu hören. Waltraud Oitz und ihre ganze Familie in Pulst widmen ihr Leben den Tieren. Neben fünf Hunden, zwei Katzen und acht Griechischen Landschildkröten leben am großzügig ausgebauten Dachboden 15 Papageien.

Papageien werden oft falsch gehalten
Waltraud Oitz ist Kooperationspartnerin der "Arge Papageienschutz" und kämpft gemeinsam mit dem Verein für den Schutz von Papageien und für die Verbesserung der Haltungsbedingungen in menschlicher Obhut. Denn man glaubt nicht, wie oft diese wunderbaren Vögel tierquälerisch gehalten werden. In kleinen Käfigen und ganz allein müssen diese Tiere ihr Leben fristen und rupfen dann vor Kummer ihr Gefieder oder schreien vor Verzweiflung.

Einige Arten vom Aussterben bedroht
Dabei hat in freier Wildbahn jeder Vogel seinen gefiederten Partner. Eine weitere traurige Tatsache ist, dass Lebensraumverlust, Jagd und internationaler Tierhandel mehr als 100 der 350 existierenden Papageienarten an den Rand des Aussterbens gebracht haben. Brutale Fangmethoden, unzureichende Versorgung und extreme Belastungen während Transport und Quarantäne haben hohe Verluste zur Folge. Für einen wild gefangenen Papagei im Wohnzimmer müssen bis zu neun andere ihr Leben lassen.

"Man sollte die Haltung generell verbieten"
"Ich bin dafür, dass man die Haltung dieser wunderbaren Exoten überhaupt verbietet. Denn diese Vögel brauchen intensivste Pflege und Zuneigung, wenn sie keinen gefiederten Partner haben. Dann werden sie auf den Menschen geprägt und leiden oft Höllenqualen, wenn dieser dann nicht da ist. Noch dazu können diese geselligen Tiere bis zu 50 Jahre alt werden", erzählt Waltraud Oitz.

Dachboden und Volieren zum Freiflug
Ihre zwei Aras, sieben Graupapageien, die drei Rosakakadus, der Nymphensittich und die zwei Wellensittiche können am Dachboden auf Bäumen und Ästen sitzen, herumfliegen und sich auch aus dem Weg gehen. Im Sommer ist dann noch die große Außenvoliere geöffnet. Nur die vier flugunfähigen Graupapageien haben eine große Extra-Voliere.

Informationen finden Sie unter www.papageienschutz.org.

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