Sa, 18. November 2017

Zehn Tiere vergiftet

18.02.2014 12:52

Bgld: Zweites Pferd musste eingeschläfert werden

Nach der Vergiftung von zehn Pferden in einem Reitstall im burgenländischen Andau ist ein weiteres der erkrankten Tiere verendet. Eine Stute musste eingeschläfert werden, sagte Reitstallbesitzer Helmut Altmann am Dienstag. Die Ermittlungen zur Feststellung der Ursache für die Vergiftungssymptome laufen inzwischen auf Hochtouren.

Das am Dienstagvormittag eingeschläferte Pferd hatte laut Angaben der Veterinärmedizinischen Universität Wien an lebensbedrohenden Komplikationen durch die lang anhaltende Darmverstopfung gelitten. Derzeit werden dort sechs Tiere medizinisch betreut. Vier von ihnen befänden sich in einem guten medizinischen Zustand und seien auf dem Weg der Besserung. Zwei weitere Tiere bräuchten noch Behandlung, ihr Zustand sei jedoch befriedigend, hieß es.

Proben von Futtermitteln werden untersucht
Nun bemühe man sich darum, die Pferde anzufüttern, damit sich das Verdauungssystem wieder stabilisiert und die Darmaktivität normalisiert. Auch das am Freitag operierte Pferd sei wohlauf. Etwa 14 Tage dürfte es laut Auskunft der Polizei dauern, bis klar ist, wodurch die Symptome bei den Reitpferden ausgelöst wurden. Im Stall waren am Montag Proben jenes Futtermittels gezogen worden, das für die Tiere bestimmt war. Es wird derzeit von der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit, kurz AGES, untersucht.

Stallbesitzer: "Finanzieller Verlust kaum zu bewältigen"
Dem Reitstallbesitzer und seiner Frau Helga (siehe Bild) setzen neben der Sorge um die Tiere auch die finanziellen Folgen zu: Der entstandene Verlust sei kaum zu bewältigen. "Ich will noch gar nicht daran denken, was das alles ausmacht", meinte Altmann, der auch Obmann des Reitklubs Andau ist. "Der Tierarzt war Tag und Nacht da", erklärte er.

Nun müsse er erst einmal das Geld für die Behandlung aufbringen. Die täglichen Kosten dafür könnten, abhängig von der Zahl der benötigten Injektionen, 1.500 bis 2.800 Euro ausmachen, schätzte Altmann. Eine Operation könne rund 4.500 Euro kosten, die Nachbehandlung nicht eingerechnet. Eine Versicherung für die Tiere sei "nicht leistbar", nicht einmal für den Deckhengst, meinte der Reitstallbesitzer.

Spendenaufruf gestartet und Ergreiferprämie ausgesetzt
Freunde aus dem Reitklub haben inzwischen einen Spendenaufruf gestartet. "Um die notwendigen Kosten zu decken und die Pferde bald wieder gesund nach Hause holen zu können, werden finanzielle Mittel im fünfstelligen Euro-Bereich benötigt", hieß es darin. Der Verein Pfotenhilfe hat eine Ergreiferprämie von 500 Euro ausgesetzt, um einen möglichen Täter ausfindig zu machen.

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