Do, 23. November 2017

Lust auf mehr

10.02.2014 16:42

Hosp euphorisch: „Gold hole ich mir schon noch“

Vier Zehntel fehlten Niki Hosp zu ihrem großen Traum: "Silber ist ein tolles Fundament für mehr", jubelte die Tirolerin nach ihrem zweiten Platz in der Super-Kombination. Und versprach in der Euphorie: "Gold hole ich mir schon noch."

Natürlich brachen irgendwann die persönlichen Dämme. Lange hatte sich Niki Hosp ja recht tapfer gegen all das Wasser hinter den Augen gewehrt. Aber als dann Lebensgefährte Roli um die Ecke bog, da war es um die 30-Jährige geschehen. Die Tränen rannen und rannen und rannen.

Die Erleichterung und das Glück. Die zweiten Olympischen Spiele für die Tirolerin und die zweite Silbermedaille. Das war fast zu schön, um wahr zu sein. Da kann man schon einmal nahe am Wasser gebaut sein. Vier Zehntelsekunden fehlten der Tirolerin am Ende des Kombi-Bewerbes von Sotschi auf die Deutsche Maria Höfl-Riesch zum ganz großen Glück.

"Habe im Ziel noch gezittert"
"Lange habe ich nicht mit dem Sieg spekuliert. Ich habe schon gewusst, dass Maria und Tina Maze sehr hart zu knacken sein werden. Im Gegenteil: Eigentlich habe ich im Ziel sogar noch um die Medaille gezittert."

Die war fix, als sich die Schweizerin Lara Gut in den Schnee setzte. Da konnte Niki durchatmen: Das Erfolgsprojekt Sotschi wurde perfekt gestartet.

Jetzt will sie Gold
Denn mehr als ein Auftakt ist diese Silbermedaille trotz aller Freude darüber nicht. Hosp ist ans Schwarze Meer gekommen, um sich ihren ganz großen Traum von einer olympischen Goldmedaille zu erfüllen. "Stimmt. Und der zweite Platz in der Kombi ist das ideale Fundament für das Haus, das ich hier bauen will. Jetzt kann ich locker und befreit ans Werk gehen. Ich hole mir dieses Gold schon noch."

Die nächste Chance bietet sich am Mittwoch bei der Abfahrt. Mit Platz fünf im Downhill-Teil der Kombi hatte Niki am Montagvormittag wieder einmal bewiesen, wie gut sie auf der Olympiastrecke zurechtkommt. Bei der dritten Zwischenzeit war sie sogar noch auf Podiumskurs gewesen (3.), nur ein Fehler im Ziel kostete sie einen Platz ganz vorne. Mit Rang vier im Slalom versilberte sie sich den Montag.

"Ich rede auf dieser Abfahrt ein Wörtchen mit", polterte die 30-Jährige selbstbewusst Richtung Mittwoch. Da könnten ruhig noch einmal die Dämme brechen.

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