Di, 22. Mai 2018

Kehle durchtrennt

31.01.2014 12:03

Mann tötete Gattin vor Augen der Tochter: Anklage

Knapp fünf Monate nach der brutalen Bluttat in Salzburg-Taxham, bei der ein 37-Jähriger seine Ehefrau vor den Augen der gemeinsamen Tochter getötet hatte, hat die Salzburger Staatsanwaltschaft nun Mordanklage gegen den Verdächtigen erhoben. Die Justiz wirft dem Bosnier vor, die 25-Jährige in der gemeinsamen Wohnung nach einem Streit vorsätzlich mit mehreren Messerstichen ermordet zu haben. Das Motiv: Beziehungsprobleme und rasende Eifersucht - denn die Frau hatte ihm kurz zuvor eine Affäre gestanden...

Auf acht Seiten schildert Staatsanwältin Herta Stix, wie es zu der grauenvollen Gewalttat gekommen war und führt viele Beweise für einen vorsätzlichen Mord an. Opferanwalt Stefan Rieder: "Die Justiz geht richtigerweise nicht von Totschlag aus". Ein Termin für das Schwurgericht steht noch aus, sechs Zeugen und zwei Gutachter werden gehört.

Beichte der Affäre war Todesurteil
Hintergrund der brutalen Tat waren Beziehungsprobleme und rasende Eifersucht. 2005 lernten sich der 37-Jährige und die 25 Jahre alte Frau über das Internet kennen. Trotz Widerstands in beiden Familien heirateten sie im Jänner 2013, ihr Töchterchen war vier Jahre alt. Der Mann hatte aus der ersten Ehe bereits zwei Kinder.

Doch das Glück war zerbrechlich. Seit geraumer Zeit hatte das Paar Beziehungsprobleme, es gab Streit. Der Ehemann warf seiner Gattin vor, eine Affäre zu haben. Sie verneinte stets, bis zum 6. September: Wieder gab es Streit, der 37-Jährige bedrängte sie via Handy, dann in der Wohnung. Schließlich gestand sie ihre geheime Liaison - ihr Todesurteil.

"Musste es tun, sie hat mich betrogen"
Mit einem Küchenmesser stach der Bosnier mindestens fünfmal auf seine Ehefrau ein. Blutüberströmt schleppte sie sich zum Bett, blieb davor auf dem Bauch liegen. Laut Anklage schnitt ihr der 37-Jährige dann von hinten die Kehle durch - und die kleine Tochter musste alles mit ansehen. Sofort nach der Bluttat meldete sich der Mann bei seinem Verwandten in der Schweiz und gestand, außerdem schrieb er auf Facebook: "Ich musste es tun, sie hat mich betrogen."

An die Geschehnisse selbst will sich der Angeklagte nicht mehr erinnern. Laut Gutachten war der Bosnier zum Tatzeitpunkt voll zurechnungsfähig.

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