So, 19. November 2017

„Man muss mehr tun“

24.01.2014 17:00

Bauskandale am AKH: Häupl schickt Experten-Team

Bereits in wenigen Wochen soll eine Sonderkommission den extrem teuren Betrieb und die Sanierungsprojekte des Wiener AKH durchleuchten, kündigte Bürgermeister Michael Häupl im Gespräch mit der "Krone" an. Wie berichtet, deckte der Rechnungshof erneut Bauskandale sowie ein Chaos bei den Abrechnungen auf.

"Natürlich kann das so nicht weitergehen", will nun Michael Häupl, dass ein Team aus Top-Experten den riesigen Technik- und Baubereich des AKH durchleuchtet. Diese "SOKO" soll konkret nach Einsparungsmöglichkeiten bei den Betriebskosten sowie bei Sanierungsprojekten fahnden.

Häupl: "Der Rechnungshof liegt richtig"
"Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely hat ja schon wichtige Reformschritte gesetzt und macht einen guten Job. Aber der Rechnungshof liegt richtig: Da muss man noch mehr tun. Ich werde das auch im kommenden Gespräch mit dem Wissenschaftsminister thematisieren", sagt Häupl.

Und er lässt anklingen, dass er sich im Bereich Kostenkontrolle künftig auch mehr Engagement von der Führung der medizinischen Universität erwartet. Wer in der "SOKO AKH" dabei sein wird, wurde aber noch nicht festgelegt.

Renovierungen des AKH verschlingen Millionen
Ins Visier der Expertengruppe wird vermutlich sehr schnell jenes Bauunternehmen geraten, das beinahe alle Sanierungs- und Zubauaufträge erhält - die Vamed-KMB: Laut Rechnungshof stiegen ja die Kosten für die Renovierung der AKH-Tiefgarage auf 31,5 Millionen Euro (kalkuliert war ein Preis von 3,09 Millionen Euro) und für den Zubau des Kinder-OP-Zentrums auf 60,09 Millionen Euro – also auf das Doppelte der Kostenschätzung.

Übrigens verschlingen allein die Sanierungsarbeiten und der Betrieb des AKH (ohne Personalkosten) täglich 547.945 Euro, in sieben Jahren waren das 1,7 Milliarden Euro.

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