Di, 24. Oktober 2017

Dämpfe ausgebreitet

21.12.2013 17:14

Benzin in Kanal entsorgt – Raststätte evakuiert

Weil ein Autofahrer rund 40 Liter Benzin im Kanal neben der Innkreisautobahn in Oberösterreich entsorgt hatte, ist die Raststation Aistersheim evakuiert worden. Dämpfe drangen nach und nach in das Gebäude ein. Zu Mittag wurde die Belastung so stark, dass Experten eine Explosion befürchteten. Das Lokal wurde aus Sicherheitsgründen vorübergehend geräumt.

Der 36-Jährige hatte versehentlich Benzin anstatt Diesel getankt. Als er den Irrtum bemerkte, ersuchte er einen Mitarbeiter der Tankstelle, einen Pannendienst zu verständigen. Da ihm die Kosten für die Absaugung aber zu hoch gewesen sein dürften, kam er auf die Idee, den Treibstoff selbst zu entsorgen. Also schob er den Wagen kurzerhand gemeinsam mit seinem Beifahrer auf den etwa 100 Meter entfernten Parkplatz. Laut ORF saugte er den Sprit mittels Schlauch ab und ließ ihn in den Kanal neben der Raststation fließen.

Werte knapp unter Explosionsgrenze
Die Benzindämpfe aber stiegen aus dem Kanal im Keller des Lokals hoch. Binnen weniger Stunden wurde der Geruch so stark, dass der Geschäftsleiter die Feuerwehr alarmierte. Diese stellte fest, dass die Konzentration bereits knapp unter der Explosionsgrenze lag, und löste Alarm aus.

Wegen der Ausbreitung der Dämpfe mussten rund 50 Personen die Raststation verlassen. Die Räume wurden entlüftet, das Kanalnetz ausgepumpt und gespült. Am frühen Nachmittag gab es schließlich Entwarnung.

Anzeige für Lenker
Ob noch weitere Maßnahmen an Gewässern bzw. das Abgraben von Erdmaterial nötig sind, stand vorerst nicht fest. Daher war auch der Schaden noch nicht bekannt. Allein der Raststation entgingen aber rund 1.000 Euro durch den Betriebsausfall. An dem Einsatz waren rund 25 Feuerwehrleute beteiligt.

Der Autolenker konnte durch den Anruf beim Pannendienst rasch ausgeforscht werden. Er wird bei der Staatsanwaltschaft Wels angezeigt.
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