Mo, 18. Dezember 2017

Fall in Spanien

27.11.2013 13:13

Keine "Lärmbelästigung": Pianistin freigesprochen

Eine spanische Pianistin, der wegen "Lärmbelästigung" einer Nachbarin bis zu siebeneinhalb Jahre Haft gedroht hatten, ist nun freigesprochen worden. Ein Landgericht im nordostspanischen Gerona entschied am Dienstagabend, dass nicht genug Beweise gegen die 26-jährige Laia Martin und ihre Eltern vorliegen.

Die Töne eines Klaviers könnten "zuweilen auch die ruhigsten Nerven strapazieren", doch im vorliegenden Fall entbehrten die Beschuldigungen jeder Grundlage, hieß es in der Urteilsbegründung.

Auch Eltern mitangeklagt
Der Musikerin war vorgeworfen worden, als Studentin in der Pyrenäen-Ortschaft Puigcerda mit ihrem Klavierspiel eine Nachbarin jahrelang schwer belästigt zu haben. Die Eltern wurden ebenfalls angeklagt, weil sie das Klavierspiel gefördert hatten. Zuletzt hatte die Staatsanwaltschaft das für alle drei Personen geforderte Strafmaß von siebeneinhalb Jahren auf 20 Monate heruntergeschraubt.

Die Nachbarin, die die Familie der Musikerin in früheren Jahren schon aus anderen Gründen vor Gericht gezerrt und nun "schwere psychologische Schäden" beklagt hatte, habe die Folgen der von ihr vorgeworfenen Ruhestörung übertrieben dargestellt, hieß es vom Gericht.

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