Do, 14. Dezember 2017

Sind wir zu viele?

18.09.2013 14:09

"Population Boom": Das Rätsel der Überbevölkerung

"Population Boom" ist die Geschichte von einem, der auszog, Lösungen für das Problem der Überbevölkerung zu finden und zurückkehrte mit der Erkenntnis, dass das vermeintliche Problem gar keines ist: Der österreichische Regisseur Werner Boote hat sich nach seinem Erfolg mit "Plastic Planet" erneut einem globalen Thema gewidmet und sich auf eine Reise rund um den Erdball begeben, um herauszufinden, woher die Angst vieler Westler vor dem Kampfbegriff "Überbevölkerung" kommt. Am Freitag startet der Dokumentarfilm in den heimischen Kinos.

"Ist die Erde zu klein - oder sind nur zu viele Menschen auf unserem Planeten?" ist eine der Grundfragen, die sich Boote am Beginn des Films stellt. Wächst die Erdbevölkerung ins Unendliche weiter und breitet sich damit unweigerlich der Welthunger aus? Wird die Umwelt vollends kollabieren und die gesamte Menschheit mit sich in den Abgrund reißen? Nein, so Bootes überraschende Erkenntnis nach seinem Erdentrip.

Den Weg seiner Erkenntnis startet der Regisseur bei der Präsentation des Weltbevölkerungsberichts der UNO in New York. Hernach reist er von China über Indien, von Tokio bis zu den Massai - dabei selbst stets vor der Kamera präsent und wie Pan Tau mit Anzug und Weltbank-Schirm gewandet - selbst in der Serengeti oder dem Gedränge in Bangladeschs Hauptstadt Daka, wo auf einem Quadratkilometer 46.000 Menschen leben.

Das sagt "Krone"- Kinoexpertin Christina Krisch zum Film:
Krieg und innere Gewalt sind die häufigsten Ursachen für das Versagen vieler Regierungen gegenüber Hungersnöten. Nicht selten wird humanitäre Hilfe zur wichtigsten Einnahmequelle korrupter Machtsysteme. So spürt diese fesselnde Doku der Frage der Verteilungsgerechtigkeit nach, die offenbar von Vermögenseliten torpediert wird. Erstaunlich etwa, dass das Pentagon täglich mehr Erdöl verbraucht als ganz Schweden. Und ließe sich die steigende Bevölkerungszahl nicht auch als Erfolgsgeschichte der Spezies Mensch interpretieren? Spannende Denkansätze, gewagte Rechenspiele und viel Raum für demografische Zukunftsvisionen.

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