Mi, 22. November 2017

Nach Skandalvideo

31.07.2013 13:07

Royal Canin will Rettung der Bären unterstützen

Bei Gesprächen am Dienstag hat der Futtermittelproduzent Royal Canin gegenüber den "Vier Pfoten" die Zusage gegeben, Verantwortung zu übernehmen: Das Unternehmen wird die Rettung der bei brutalen Hundetrainings gequälten Bären unterstützen. Anlass des Treffens war die Veröffentlichung von Videomaterial vergangene Woche, in dem Royal Canin als Sponsor der brutalen Veranstaltungen in der Ukraine entlarvt wurde.

Das Video (oben klicken), das im April dieses Jahres heimlich von einem "Vier Pfoten"-Aktivisten aufgenommen wurde, zeigt das grausame Schauspiel: In einem Waldstück in der Nähe von Winnyzja in der Ukraine werden über mehrere Stunden und vor Publikum Jagdhunde auf einen angeketteten Braunbären gehetzt. Die barbarische Veranstaltung wurde, wie berichtet, offenbar vom Futtermittelhersteller Royal Canin gesponsert.

Tierfreunde weltweit protestierten
Der Veröffentlichung folgten heftige internationale Proteste, eine intensive mediale Berichterstattung und eine öffentliche Entschuldigung des Konzerns. Nach der Aufdeckung der Bärenkämpfe haben die "Vier Pfoten" der ukrainischen Regierung sowie Royal Canin einen Projektvorschlag unterbreitet.

Auffangstation für "Kampfbären"
Für die etwa 15 bis 20 betroffenen Bären soll eine Auffangstation errichtet werden, in der die Tiere den Rest ihres Lebens artgemäß verbringen können. Die Organisation verweist dabei auf langjähriges Know-how bei der Rettung von Bären und auf ihr erfolgreiches Management von vier Bärenauffangstationen in Bulgarien, Deutschland, Österreich und seit wenigen Wochen auch im Kosovo.

"Worte alleine genügen nicht"
Amir Khalil, Director of Project Development und Verhandlungsführer bei "Vier Pfoten", erklärt: "Ich bin froh, dass wir nun mit Royal Canin an einem Tisch gesessen sind, um konkrete Lösungen zu diskutieren. Wir begrüßen den Willen von Royal Canin, Verantwortung zu übernehmen. Aber selbstverständlich genügen Worte alleine nicht – wir warten jetzt auf die Taten."

Royal Canin finanziert Bären-Projekt
"Royal Canin freut sich darauf, ein neues Kapitel in seiner Unternehmensgeschichte zu eröffnen und den Tierschutz in der Ukraine zu unterstützen. Daher möchten wir dieses Projekt finanzieren. Wir werden uns auch aktiv für Partnerschaften starkmachen und unsere Geschäftspartner und auch andere Organisationen ins Boot holen" sagt Hervé Marc, Global Corporate Affairs Director bei Royal Canin.

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