Mi, 22. November 2017

Klage auf Widerruf

20.05.2013 11:03

Stronach gegen Bucher: Im Juli geht‘s vor Gericht

Das Match zwischen Neo-Parteigründer Frank Stronach und BZÖ-Chef Josef Bucher wird am 1. Juli vor Gericht ausgetragen: Für diesen Tag steht am dem Wiener Handelsgericht die erste Verhandlung wegen Buchers Behauptung, Stronach habe ihn um 500.000 Euro "kaufen" wollen, angesetzt. Der Milliardär hatte Bucher auf Unterlassung, Widerruf bzw. Veröffentlichung des Widerrufs sowie Feststellung der Haftung für alle entstandenen Schäden geklagt.

Dass tatsächlich 500.000 Euro geboten wurden, steht außer Streit. Das Team Stronach betonte allerdings stets, dass die Summe lediglich im Rahmen einer angedachten Kooperation mit dem BZÖ - die bekanntlich nicht zustande kam - für Werbemaßnahmen im Gespräch gewesen sei.

Bisher hat in der Causa erst eine vorbereitende Tagsatzung stattgefunden, wie Stronachs Anwalt Michael Krüger und Buchers Rechtsvertreter Gottfried Korn mitteilten. Für die Verhandlung am 1. Juli sind nun Stronach und Bucher zur Einvernahme geladen. Vor Gericht erscheinen sollen auch Stronachs Vertraute Kathrin Nachbaur und BZÖ-Politiker Peter Westenthaler, wie das Handelsgericht bestätigte. Die beiden waren laut Krüger bei dem Gespräch dabei.

Kein Ergebnis auf strafrechtlicher Ebene
Die Rechtsstreitigkeiten zwischen Stronach und Bucher laufen schon länger, auf strafrechtlicher Ebene waren sie aber erfolglos. Zunächst hatte das BZÖ in einer Anzeige den Vorwurf erhoben, Stronach habe versucht, Abgeordnete zu kaufen sowie Bucher 500.000 Euro für ein Überlaufen ins Team Stronach geboten. Die Korruptionsstaatsanwaltschaft stellte das Verfahren aber im Dezember des letzten Jahres ein.

Stronachs Anwalt holte daraufhin zum Gegenschlag aus und brachte bei der Staatsanwaltschaft Wien eine Strafanzeige gegen Bucher wegen des Verdachts der Verleumdung ein. Auch dieses Ermittlungsverfahren wurde eingestellt.

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