Sa, 25. November 2017

In Gesellschaft

16.05.2013 12:52

Gut betreut: Was Tagesstätten für den Hund taugen

Mensch-Hund-Gespanne verbringen ihre Zeit am liebsten gemeinsam. Aber nicht jeder Hundebesitzer hat die Möglichkeit, seinen Hund jederzeit zur Arbeit oder zu wichtigen Terminen mitzunehmen. Eine gute Alternative zu einem einsamen Tag in der Wohnung ist die Unterbringung des Vierbeiners in einer Hundetagesstätte. Gerade für Singles mit Hund, die sich allein um ihr Tier kümmern, ist dieses Betreuungsangebot eine hilfreiche Unterstützung.

Hundetagesstätten finden sich inzwischen in fast jeder größeren Stadt. Sie bieten eine breite Palette an Unterbringungsmöglichkeiten: vom stundenweisen Aufenthalt bis zur Ganztagsbetreuung. Das weitere Serviceangebot ist unterschiedlich und reicht von der Fell- und Krallenpflege über den Check beim Tierarzt bis hin zu ganz individuellen Vereinbarungen. Auch ein Hol- und Bringservice des Tieres kann im Angebot enthalten sein.

Impfungen und Haftpflicht sind nachzuweisen
Doch was zeichnet eine gute Tagesstätte aus? "Seriöse Betreiber lassen sich bei der Anmeldung auf jeden Fall einen Nachweis über eine Haftpflichtversicherung und den Impfpass vorlegen", so Rainer Bethmann, Vorsitzender des Verbands Hessischer Hundeschulen und Tierpensionen e.V. "Daher sollten Hundebesitzer diese Papiere zur Anmeldung mitbringen." Zudem sollten sie bereits im Vorfeld klären, wie spontan der jeweilige Anbieter den Hund aufnehmen kann, sollte einmal ein kurzfristiger Termin notwendig sein.

Freilauf im Rudel unter Aufsicht
Einige Hundetagesstätten verfügen über ein großes Areal, in dem die Hunde im Rudel frei laufen und miteinander spielen können, wenn sie sich kennen und gut sozialisiert sind. Dies muss von den jeweiligen Hundebesitzern jedoch ausdrücklich gewünscht werden. Neue Hunde müssen einzeln untergebracht und betreut werden. Eventuell ist eine behutsame Integration in ein bestehendes Rudel unter qualifizierter Aufsicht möglich.

Qualifikation der Mitarbeiter hinterfragen
Spaziergänge und regelmäßige Betreuungszeiten gehören auf jeden Fall dazu. Verbindliche Regelungen für das Betreiben von Tagesbetreuungsstätten gibt es jedoch nicht. "Die Qualifikation der Mitarbeiter ist von wesentlicher Bedeutung für eine gut geführte Hundetagesstätte. Daher müssen nach unseren Standards Betreiber zumindest einen Sachkundenachweis für Pensionsbetreiber erbracht haben", betont Experte Bethmann.

Kranke Hunde gehören nicht in die Pension
Aber es kommt auch auf das Verantwortungsbewusstsein der Hundehalter an. "Ein kranker Hund kann für den Zeitraum der Erkrankung nicht in einer Tagesstätte betreut werden, denn in einer Pension sind immer mehrere Tiere untergebracht und gewissenhafte Betreiber achten darauf, dass die Ansteckungsgefahr für Infektionen minimiert wird", betont der Experte. Eine hilfreiche Alternative im Krankheitsfall kann ein Tierbetreuer sein, der in das eigene Zuhause kommt und den Hund dort betreut.

Vorteile für Hund und Halter
Die Vorteile einer Hundetagesstätte für Hund und Halter liegen auf der Hand: Am Ende des Tages, während der Hundehalter ohne Sorge um seinen vierbeinigen Mitbewohner seine Termine wahrnehmen konnte, hatte der Hund einen angenehmen Aufenthalt und wurde professionell betreut.

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