Mo, 23. April 2018

"Kaum Hoffnung"

18.04.2013 14:28

24-Jähriger watet in Fluss - von Strudel in die Tiefe gezogen

Den Wunsch nach Abkühlung dürfte ein 24-jähriger Vorarlberger am Mittwochabend mit dem Leben bezahlt haben. Der Mann war gegen 19.30 Uhr über eine Rampe in die Lutz gestiegen und wurde dabei von der starken Strömung mitgerissen. Seine beiden Begleiter sahen, dass er in einen Strudel geriet und immer wieder unter Wasser gezogen wurde. Sie versuchten ihren Freund mit einer Eisenstange herauszuziehen. Als das nicht gelang und der Mann nicht mehr auftauchte, alarmierten sie die Rettungskräfte. Eine Suchaktion blieb bisher erfolglos.

Der 24-Jährige war entgegen ersten Meldungen nicht von einem Brückensockel gesprungen, um baden zu gehen, sondern wollte sich lediglich die Füße abkühlen, wie seine beiden Begleiter nun gegenüber der Polizei erklärten. Dabei wurde der junge Mann von der Strömung des sieben bis acht Grad kalten Wassers mitgerissen und über einen etwa zwei Meter hohen Wasserfall geschleudert, wo ihn dann ein Strudel in die Tiefe zog.

Schmelzwassermassen erschweren Suche
Rund 180 Personen von Feuerwehr, Wasserrettung, Rettung, Polizei sowie freiwillige Helfer und ein Hubschrauber suchen nach dem Mann aus Ludesch im Bezirk Bludenz. Die Einsatzkräfte durchkämmen die Uferbereiche bis zur Einmündung in die Ill. Die Aktion wird aber dadurch erschwert, da die Lutz wegen der Schneeschmelze besonders viel Wasser führt. Wegen des Wasserstandes stehe man in Kontakt mit dem Stromversorger Illwerke/VKW, der den Pegelstand beeinflussen und so das Zeitfenster für die Suche vergrößern könne.

Die Suche findet an mehreren neuralgischen Stellen zugleich statt. "Für die Wildwasserretter ist der Einsatz in dem Gewässer nicht ohne Risiko", erklärte Hellbock. Es gebe eine starke Strömung und schlechte Sicht, zudem Treibholz und Gefällestufen. Tauchen sei in der "braunen Suppe" nicht möglich. Außerdem sei das Suchgebiet sehr groß. Es bestehe auch die Möglichkeit, dass der Mann bereits in die Ill abgetrieben wurde.

"Es besteht kaum noch Hoffnung"
Die Stelle, an der er verschwand, sei im Sommer bei Badenden beliebt, so die Polizei. Offenbar habe der 24-Jährige die große Wassermenge unterschätzt. Aufgrund dessen sowie der eisigen Wassertemperatur bestehe "kaum noch Hoffnung", den Mann lebend zu finden.

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