Sa, 18. November 2017

2. in Oberstdorf

31.12.2012 13:40

Schlierenzauer optimistisch: „Ich liege voll im Plan“

Nach den Enttäuschungen rund um Andreas Kofler und Thomas Morgenstern beim Tournee-Auftakt in Oberstdorf hat Österreich nur noch eine reelle Chance auf den Gesamtsieg: Titelverteidiger Gregor Schlierenzauer. Der Tiroler belegte in Oberstdorf zwar "nur" Platz zwei hinter dem Norweger Anders Jacobsen, ist aber trotzdem optimistisch: "Ich liege voll im Plan."

Schlierenzauer hatte im ersten Durchgang den Rückstand dank einer taktischen Maßnahme in Grenzen gehalten, obwohl Jacobsen 3,5 Meter weiter sprang. Die von Trainer Alexander Pointner beantragte Anlaufverkürzung brachte 3,7 Bonuspunkte.

"Es hätte in die Hose gehen können"
Doch der Weltcup-Leader wusste angesichts der stark wechselnden Windbedingungen um das Risiko. "Das hätte auch in die Hose gehen können, wenn sich der Wind ändert. Da war das Glück auf meiner Seite", sagte der Stubaier. Jacobsen holte sich die Punkte mit der gleichen Maßnahme im Finale übrigens zurück. Der imaginäre "rote Knopf" wurde damit wie erwartet aus taktischen Gründen eingesetzt.

Wie eng top oder flop beisammen lagen, zeigte das Beispiel Thomas Morgenstern. Er erwischte von oben bis unten mit die schlechtesten Bedingungen und schied aus (siehe Infobox).

Jacobsen hat die Freude wiedergefunden
Der große Gewinner, Anders Jacobsen, zeigte sich nach dem Sieg überglücklich. "Skispringen ist mein Leben, ich bin jetzt ein glücklicherer Mensch", sagte der 27-jährige Norweger nach seinem zweiten Tournee-Tagessieg nach Innsbruck 2007.

Er sei im Frühjahr 2011 müde gewesen von all den Reisen und wollte Zeit mit seiner Familie und dem ein Jahr zuvor geborenen Kind verbringen, erzählte Jacobsen. "Ich wollte Freude am Leben und auch am Skispringen wiederfinden." Auch angetan von den Methoden des neuen Trainers Alexander Stöckl, entschied er sich im Frühjahr für das Comeback und fand rasch zu seiner Topform.

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