Fr, 17. November 2017

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05.12.2012 10:46

Eisige Kälte trifft Tausende Streunerkatzen hart

Bei Minustemperaturen kämpfen in Österreich Tausende Streunerkatzen ums Überleben. Schnee und Eis machen es ihnen fast unmöglich, Futter oder einen trockenen Platz zum Schlafen zu finden. Viele der Tiere erfrieren, sterben an Unterernährung oder unbehandelten Krankheiten. Die Tierschutzorganisation "Vier Pfoten" bittet um Mithilfe der Bevölkerung.

"Überlassen Sie die Katzen nicht ihrem Schicksal", appelliert Kampagnenleiterin Nikola Furtenbach von den "Vier Pfoten". "Falls Sie ein Gartenhaus haben, lassen Sie die Tür etwas geöffnet, damit die Tiere einen trockenen Schlafplatz haben. Auch ein Katzenschutzhaus wird von ihnen gerne angenommen."

"Ganz wichtig ist es bei eisigen Temperaturen auch, den Tieren Futter anzubieten", sagt Furtenbach. Natürliche Beutetiere wie Mäuse oder Insekten sind bei Frost und Schnee für die Samtpfoten kaum zu finden. Wer Katzen im Winter füttert, sollte jedoch Verantwortung übernehmen: Damit sich die Population der heimatlosen Katzen nicht unkontrolliert vermehrt, sollten die Tiere im Frühjahr eingefangen und kastriert werden.

Die Anzahl streunender Katzen in Österreich steigt stetig. Ihren Ursprung verdanken sie vor allem unkastrierten Hauskatzen mit Freigang, was besonders auf vielen Bauernhöfen der Fall ist. Leider lassen immer noch zu wenig Menschen ihre Katze kastrieren, und so zeugen Freigänger weiter Nachwuchs mit Streunern. Eine Katze kann pro Jahr zwei Würfe mit mindestens drei Kätzchen großziehen, die wiederum nach einem halben Jahr selbst für Nachwuchs sorgen. Die Zahl der Nachkommen von nur einer Katze steigt so nach nur vier Jahren in die Tausende!

Die "Vier Pfoten" setzen sich daher für die Ausweitung der Kastrationspflicht für Katzen mit Freilauf und Katzen in bäuerlicher Haltung ein. Diese sei dringend notwendig, um die unkontrollierte Vermehrung und in weiterer Folge auch die Tötung des Nachwuchses zu beenden, so der Verein in einer Aussendung.

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