Fr, 24. November 2017

Generalprobe

16.07.2012 13:53

Beachvolleyball-Elite wärmt sich für Olympia auf

Der Beachvolleyball-Grand-Slam in Klagenfurt steht 2012 ganz im Zeichen der fünf Ringe. Wegen der Olympischen Spiele in London wurde das Turnier nicht nur um zwei Wochen auf Mitte Juli vorverlegt, es dient auch den meisten Topteams als Olympia-Generalprobe.

Die Hauptbewerbe der Damen und Herren starten am Mittwoch bzw. Donnerstag. Für die Olympiateilnehmer Clemens Doppler/Alexander Horst sowie die Schwestern Doris und Stefanie Schwaiger ist das Heimturnier mehr als nur eine Generalprobe für die Spiele in London. "Wenn du in Klagenfurt gut spielst, nimmst du die Emotion mit", erklärte Doppler. "Es ist extrem wichtig, dass man in dieser einen Woche funktioniert."

Herrenfeld sehr gut besetzt
Bereits zum 16. Mal wird das Turnier am Wörthersee ausgetragen und ist damit nicht nur das größte, sondern auch das traditionsreichste im World-Tour-Kalender. Trotz der zeitlichen Nähe zu Olympia treten fast alle Topteams an, darunter die US-Olympiasieger Todd Rogers/Phil Dalhausser sowie die Vorjahressieger Ricardo/Pedro Cunha aus Brasilien. Lediglich deren Landsleute Emanuel/Alison, zuletzt Sieger in Berlin, lassen aus.

Generalprobe für Schwaiger-Schwestern
Bei den Damen hoffen die Schwaiger-Schwestern nach mehreren Outs in Grand-Slam-Zwischenrunden zumindest wie im Vorjahr das Achtelfinale zu erreichen. "Wir sehen das Turnier aber als Vorbereitung auf Olympia", betonte Stefanie Schwaiger. "Darauf ist unser ganzer Aufbau ausgerichtet." In London wollen die Niederösterreicherinnen ihre Höchstform erreichen. "Körperlich sind sie gut drauf und spielen können sie", versicherte Trainer Martin Olejnak. "Wir hoffen, dass wir uns bis Olympia noch steigern können."

Für eine weitere Österreicherin wird dieses Turnier aus einem anderen Grund etwas Besonderes werden: Sara Montagnolli wird sich nach Klagenfurt aus der World-Tour verabschieden. Die 33-jährige Tirolerin stand mit Barbara Hansel in Klagenfurt 2009 und 2010 jeweils im Halbfinale, dazu kam im Vorjahr EM-Silber. Hansel war zuletzt von einer Ellenbogenverletzung zurückgeworfen worden. "Sie hat sich einige Tage geschont, um für Klagenfurt wieder in Form zu sein", erklärte Montagnolli.

Trotz Olympia: Klagenfurt bleibt ein Highlight
Die Schwaigers und auch Doppler/Horst reisten am Montag nach der Olympia-Angelobung bei Bundespräsident Heinz Fischer nach Kärnten. Das Herren-Duo hofft auf die Top Ten, die es im Vorjahr mit unterschiedlichen Partnern nicht erreicht hat. "Wir sind gut in Form, weil wir körperlich alles Richtung Olympia gemacht haben", versicherte Horst. "Im Kopf sind wir aber noch nicht in London." Denn Klagenfurt ist und bleibt das Highlight im "normalen" Turnierkalender.

"Olympia und der Grand Slam sind zwei Paar Schuhe", betonte Doppler. Die Doppelbelastung sei aber kein Nachteil. 2008 in Peking war der Terminkalender ähnlich strukturiert, Horst wurde mit Partner Florian Gosch ebenso wie die Schwaigers Olympia-Fünfter. Ihren Startplatz in London verdanken Doppler/Horst auch ihren Trainingskollegen Alexander Huber/Robin Seidl, die wie im Vorjahr in Klagenfurt überraschen wollen.

Sieben weitere rot-weiß-rote-Teams am Start
Als weitere ÖVV-Paare stehen Daniel Müllner und Jörg Wutzl bzw. Cornelia Rimser und Sabine Swoboda dank einer Wildcard im Hauptbewerb. In der Qualifikation versuchen sich ab Dienstag drei österreichische Damen- und ab Mittwoch zwei Herren-Duos. Das Turnier ist mit insgesamt 600.000 Dollar, das sind 492.400 Euro, dotiert.

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