So, 17. Dezember 2017

Spritpreis-Wucher

19.04.2012 10:56

"Forbes"-Liste: Ölmultis 2011 mit Mega-Gewinnen

Autofahrer, die sich über die hohen Spritpreise grün und blau ärgern, müssen jetzt ganz stark sein: Das US-Magazin "Forbes" hat die Geschäftszahlen der 2.000 größten Unternehmen zusammengetragen - und wenn es um den Gewinn im vergangenen Jahr geht, dann liest sich die Aufstellung wie das "Who is Who" der Ölmultis. Diese haben 2011 dank der gestiegenen Spritpreise exorbitant gut verdient.

Spitzenreiter der "Forbes"-Liste ist der US-Konzern ExxonMobil, der Betreiber der Esso-Tankstellen, mit einem Gewinn von 41,1 Milliarden Dollar (umgerechnet 31,4 Mrd. Euro). Es folgen die russische Gazprom (24,2 Mrd. Euro), die britisch-niederländische Royal Dutch Shell (23,6 Mrd. Euro), die US-amerikanische Chevron (20,6 Mrd. Euro) sowie die britische BP (19,6 Mrd. Euro).

Apple durchbricht "Öl-Macht"
Das einzige Nicht-Ölunternehmen, das die Rangfolge durchbricht, ist Apple. Der kalifornische Elektronikkonzern landet auf dem zweiten Platz mit einem Gewinn von 25,2 Milliarden Euro. Vor allem zu Weihnachten hatten sich das iPhone-Handy, der Tabletcomputer iPad und die Mac-Rechner glänzend verkauft. Der Erzrivale Microsoft mit seiner Windows- und Office-Software scheffelte 18 Milliarden Euro.

Österreich: Raiffeisen vor OMV
Blickt man auf die österreichischen Konzerne in der "Forbes"-Liste, taucht - welch Wunder - ein Ölkonzern im Spitzenfeld auf: Die OMV kommt unter dem Strich auf einen Gewinn von einer Milliarde Euro. Nur die Raiffeisen Bank International ist mit 1,1 Milliarden noch gewinnbringender.

Insgesamt wird die Rangliste der 2.000 größten Unternehmen von US-amerikanischen und japanischen Konzernen dominiert. Jedoch rücken auch immer mehr chinesische Firmen auf. Spitzenverdiener aus dem Reich der Mitte war im vergangenen Jahr die Bank ICBC mit einem Gewinn von 19,2 Milliarden Euro, gefolgt von dem staatlichen Ölmulti PetroChina mit 15,7 Milliarden.

Die Wertung der sogenannten "größten Unternehmen" fällt übrigens etwas anders aus: Dort fließen neben dem Gewinn auch der Umsatz, die Vermögenswerte und der Börsenwert ein. Das führt dazu, dass sehr viele Banken vorne landen. Aber auch hier setzte sich der Ölmulti ExxonMobil im vergangenen Jahr durch und verdrängte Vorjahressieger JPMorgan Chase auf Platz zwei.

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