Di, 12. Dezember 2017

Nach Papstbesuch

01.04.2012 09:09

Kubas Regierung erklärt Karfreitag zum Feiertag

Der bevorstehende Karfreitag ist auf Kuba erstmals ein Feiertag. Wenige Tage nach dem Papstbesuch auf der Karibikinsel hat die kommunistische Regierung den 6. April zum arbeitsfreien Tag erklärt, meldete Kathpress am Samstagabend. Vatikansprecher Federico Lombardi begrüßte in einer Erklärung in Rom diesen Schritt, um den Benedikt XVI. bei seinem Treffen mit Präsident Raul Castro gebeten hatte.

Die Entscheidung des Regimes gilt aber zunächst nur für den Karfreitag 2012. Erst später will der Ministerrat in Havanna darüber befinden, ob es dauerhaft ein Feiertag werde, wie die Parteizeitung "Granma" meldete.

Die Entscheidung der kubanischen Regierung sei "ein sehr positives Signal", so Lombardi. Er hoffe, dass die Entscheidung die Teilnahme der Gläubigen an den Gottesdiensten der Kar- und Ostertage fördere. Zudem setze er darauf, dass der Besuch des Papstes weiterhin "die erhofften Früchte zum Wohl der Kirche und aller Kubaner" bringe. Beim Besuch des Vorgängers von Benedikt XVI., Johannes Paul II., 1998 hatte der damalige Präsident Fidel Castro auch eine entsprechende Bitte um die Wiedereinführung eines Weihnachtsfeiertages gewährt.

Benedikt sprach mit Castro-Brüdern
Benedikt XVI. hatte vom 26. bis 29. März im Rahmen seiner Lateinamerikareise Kuba besucht. Dabei war er mit Staatschef Raul Castro sowie mit dessen Bruder Fidel zusammengetroffen. Bei seinen beiden Messen auf der Insel mit insgesamt 500.000 Teilnehmern hatte der Papst volle Menschenrechte eingemahnt und mehr Freiraum für die katholische Kirche gefordert.

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