Di, 21. November 2017

Auf Skiweg im Wald

24.02.2012 15:54

Lawine reißt zwei Belgier in Salzburg mit sich - verletzt

Der Abgang einer Gleitschnee-Lawine am Freitag in Rauris in Salzburg hat ein Großaufgebot an Rettungskräften nach sich gezogen. Zwei Skifahrer aus Belgien wurden auf einem offiziellen Skiweg von den Schneemassen erfasst und in einen Graben mitgerissen. Laut ersten Information erlitt der 34-jährige Mann Schnittwunden im Gesicht, seine 31-jährige Ehefrau eine leichte Brustkorbverletzung.

Das etwa 50 Meter breite, 150 Meter lange und 1,50 Meter tiefe Schneebrett hatte sich gegen 12.45 Uhr im Skigebiet Hochalm in einem dicht bewachsenen Waldstück auf rund 1.400 Meter Seehöhe von selbst gelöst. Der Schnee donnerte über den Skiweg, der die Pisten "Heimalm" und "Kreuzboden" verbindet, und riss das Ehepaar mit sich. Ein 75-jähriger Skifahrer aus Deutschland, der hinter den beiden Touristen auf dem Verbindungsweg gefahren war, beobachtete den Lawinenabgang und verständigte die Polizei.

"Ehepaar nicht lebensgefährlich verletzt"
Als die Rettungskräfte eintrafen, waren die verletzten Belgier ansprechbar. "Der 34-jährige Mann und die 31-jährige Frau sind nicht lebensgefährlich verletzt worden", schilderte Polizeisprecher Mario Rieder aus Rauris. Die zwei Touristen wurden mithilfe eines Seils von einem Hubschrauber aus geborgen und ins Krankenhaus Zell am See geflogen.

Um sicherzugehen, dass die Lawine nicht noch weitere Personen erfasst hatte, wurden die Schneemassen von Bergrettern, Suchhunden, Feuerwehrleuten und Bediensteten der Hochalmbahnen sondiert. Es gebe aber keine Anzeichen dafür, dass sich noch Menschen unter dem Schnee befinden, erklärte der Polizeisprecher. Dass aus dem Wald eine Lawine auf den Skiweg niedergehe, sei nicht abzusehen gewesen, sagte eine Mitarbeiterin der Hochalmbahnen.

Dutzende Retter im Einsatz
Im Einsatz standen 21 Bergretter mit sechs Suchhunden, drei Polizisten, ein Alpinpolizist und ein Diensthundeführer, 25 Feuerwehrleute, mehrere Helfer des Roten Kreuzes sowie die Teams der Rettungshubschrauber "Martin 6", "Alpin Heli 6" und des Polizeihubschraubers "Libelle".

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden