So, 27. Mai 2018

Junge Liebe im Alter

29.12.2011 15:36

Ostermayer und Merkatz: Verliebt trotz "Anfang 80"

Liebe jenseits gesellschaftlich goutierter Altersgrenzen, abseits einer Hoffnung auf lange Dauer: Mit "Anfang 80" kommt nun auch aus Österreich eine Variation des Themas der reifen und doch jungen Liebe, wie es 2008 Andreas Dresen mit "Wolke 9" vorexerziert hatte. Bruno (Karl Merkatz) und Rosa (Christine Ostermayer) entdecken dabei in der letzten Lebensphase Erotik und Liebe neu, gegen jedwede Widerstände.

Als Bruno Rosa zufällig auf der Straße begegnet, ist sie gerade aus ihrer Wohnung geworfen worden, welche die Nichte während eines Krankenhausaufenthaltes gekündigt hatte. Die beiden 80-Jährigen nähern sich vorsichtig an, ungeachtet der wenig berauschenden Voraussetzungen, dass Rosa Krebs und nur mehr ein halbes Jahr zu leben hat und Bruno mit Herta (Erni Mangold) verheiratet ist.

Das Paar beschließt nach kurzer Affäre, aus den eingefahrenen Lebensstrukturen auszubrechen, Pflegeheime und die alte Familie hinter sich zu lassen und zusammenzuziehen. Sie müssen sich dabei nicht nur gegen das direkte Umfeld, sondern auch psychiatrische Gutachten zur Wehr setzen, die ihnen Unmündigkeit bescheinigen. In der neuen Wohnung muss sich die junge Liebe der alten Menschen dann auch in Rosas Todeskampf bewehren.

Das Drama mit den bisweilen ironischen Momenten des Lebens wurde von den beiden Linzern Sabine Hiebler und Gerhard Ertl inszeniert, die sowohl für Regie als auch Drehbuch verantwortlich zeichneten.

Das sagt "Krone"-Kinoexpertin Christina Krisch zum Film:
Alter schützt vor Herzenstorheit nicht - ein Gedanke, der uns in wohlige Wärme hüllt. Wie hier zwei wundervolle Schauspieler mit Silberschopf und heiterer Gelassenheit einer Amour fou zärtlich Gestalt verleihen, frei nach dem Motto "Carpe diem!", also "Nütze den Tag!" - pflücke ihn wie eine betörend duftende Blume und ergötze dich an ihrem Duft -, erfüllt diese feine Tragikomödie mit einem unwiderstehlichen Daseins-Elan, einem gottgegebenen Ablaufdatum zum Trotz.

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