So, 20. Mai 2018

"Wer's nötig hat"

12.12.2011 17:24

Österreicher billigen Schönheits-OPs - unter Auflagen

Grundsätzlich sind die Österreicher Schönheitsoperationen gegenüber aufgeschlossen eingestellt. Wer eine solche objektiv betrachtet wirklich nötig hat, soll sich unters Messer legen dürfen - so denken 89 Prozent der Bevölkerung, berichtete das Meinungsforschungsinstitut Oekonsult am Montag. Allerdings verlangen neun von zehn Befragten strenge gesetzliche Regeln und Kontrollen - vor allem, was Minderjährige betrifft.

Dass die plastische Chirurgie nicht mehr den "oberen Zahntausend" vorbehalten bleibt, wird laut Umfrageergebnis von vielen begrüßt. 58 Prozent der österreichweit befragten 1.207 Personen ab 14 Jahren finden diese Entwicklung "ganz okay". 14 Prozent stimmen ohne Wenn und Aber zu. Allerdings befürchten fast zwei Drittel, dass Schönheits-OPs süchtig machen.

89 Prozent für strikte Auflagen
89 Prozent der befragten Personen meinen, dass plastische Chirurgie strenge gesetzliche Regeln braucht, und stellen sich hinter die diesbezügliche Ankündigung des Gesundheitsministers Alois Stöger, Beauty-OPs strikten Auflagen zu unterwerfen. Die große Mehrheit ist absolut dagegen, Eingriffe an Minderjährigen durchzuführen (94 Prozent sind für ein Radikalverbot).

Zwei von drei Befragten denken, dass Menschen, die sich einem chirurgischen Eingriff unterziehen, obwohl ihr Aussehen "im Rahmen der ästhetischen Norm liegt", eher psychologische Beratung nötig hätten. Der Umfrage zufolge hat allerdings fast jeder vierte Österreicher bereits mit dem Gedanken einer Beauty-OP gespielt.

"Ich wünsche mir zu Weihnachten eine neue Nase"
"'Ich wünsche mir zu Weihnachten eine neue Nase', oder 'einen größeren Busen', bekommt man in der Vorweihnachtszeit immer öfter zu hören", schreibt das Institut außerdem in seinem Bericht. "In zunehmendem Ausmaß" seien Schönheitsoperationen auch quasi unter dem Weihnachtsbaum zu finden. Drei Prozent der Befragten halten plastische Chirurgie demnach gar für "das bestmögliche Weihnachtsgeschenk", knapp sechs Prozent stimmen dieser Aussage "tendenziell zu".

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