Do, 19. Oktober 2017

Maggies Kolumne

30.09.2011 13:47

80. Welttierschutztag

Weinen, schreien und toben möchte man, wenn man dieses Leid sieht: Tiere denen bei vollem Bewusstsein das Fell über die Ohren gezogen wird. Ein Einzelfall? Von wegen! Pelz ist wieder in - und er ist billig wie nie zuvor! Längst kein Produkt für die „feine“ Gesellschaft. Alltagstauglich ist er geworden. Erschwinglich selbst für Studentinnen. Handelsketten, die dafür bekannt sind, dass modische Kleidung auch günstig sein kann, setzten auf Pelz. Für mich ein klarer Kundenfang.

Wer schon in jungen Jahren keine Scheu hat, sich mit toten Tieren zu schmücken, wird es wohl ein Leben lang tun. Man versucht selbst bei Teenagern, die Ware Pelz zur Selbstverständlichkeit zu machen. Mit kleinerem Budget greift man noch zur Jeansjacke mit Pelzbesatz am Kragen und den Ärmeln. Ja, und irgendwann wird aus der sparsamen Studentin vielleicht doch eine gutsituierte Angestellte – die dann zum Pelzmantel greift!

Zum 80. Mal wird kommenden Dienstag, dem 4. Oktober, der Welttierschutztag gefeiert. Ich will nicht behaupten, dass sich in den letzten Jahren nichts positives im Tierschutz getan hätte. Aber es gibt auch negative Tendenzen! Unser Konsumverhalten hat sich geändert! Wir wollen alles, und das möglichst schnell und billig. Pelz ist dafür nur ein Beispiel. Wie aber sieht es mit unserem Essen aus? Warum ist der Bio-Anteil bei Fleischprodukten noch immer so gering? Gerade einmal 1,3 Prozent aller tierischen Produkte stammen aus guter Tierhaltung. Das ist nicht nur mehr eine Frage des Preises. Niemand kann mir weismachen, dass sich nur 1,3 Prozent der Österreicher Bio-Fleisch leisten können. Aber solange wir nicht umdenken, werden täglich tausende Tiere Qualen erleiden - auch am Welttierschutztag!

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