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09.08.2011 08:42

Kärnten bekommt neue Ortstafeln im XXL-Format

Die Geschichte rund um die neuen zweisprachigen Ortstafeln in Kärnten geht ins Finale - nach 56 Jahren wird ein Schlussstrich gezogen. Für die Arbeiter der Grafensteiner Firma ITEK bedeutet das Schuften bis zum Umfallen: Hier werden bis zu 300 der neuen blau-weißen Schilder für 164 Orte produziert, vom Klein- bis zum XXL-Format. Ein "Krone"-Lokalaugenschein.

Für Autofahrer sind Ortstafeln oft nicht mehr als ein paar beklebte Aluminiumtafeln, in Kärnten waren sie jedoch jahrzehntelang Streitthema Nummer eins. Für den Grafensteiner Karl Kaltenhauser (Bild rechts) sind sie jedoch "ein hochreflektierendes, mikroprismatisches Hightech-Produkt, das fast 100 Prozent des Scheinwerferlichts zurückstrahlt".

Tafeln auch im neuen Design
In seiner Firma ITEK werden nun die neuen zweisprachigen Ortsafeln produziert. Landeshauptmann Gerhard Dörfler (links im Bild) legte Montagvormittag persönlich Hand bei der Produktion der ersten beiden Ortstafeln an: "Am 16. August werden die neuen Schilder in Sittersdorf und Bad Eisenkappel aufgestellt."

Und diese neuen Tafeln werden nicht nur ein für alle Mal zweisprachig, sondern auch im neuen Design sein. "Europaweit gilt inzwischen für alle Schilder eine einheitliche Schriftart", bestätigt Kaltenhauser.

Bad Eisenkappel: Tafel zwei Meter lang
Revolutionär ist, dass die Schriftgröße entsprechend der am Aufstellungsort geltenden Geschwindigkeit gewählt werden muss, um damit eine bessere Lesbarkeit zu garantieren – was bei langen Ortsnamen eine echte Herausforderung darstellt. Und so ist es nicht verwunderlich, dass "Bad Eisenkappel – elezna Kapla" ab Mitte August dann die größten Ortstafeln Kärntens bekommt. "Eine XXL-Ortstafel", scherzt Dörfler während der Produktion.

Die Bad-Eisenkappel-Schilder sind stolze zwei Meter lang und einen Meter hoch. Zum Vergleich: Die herkömmlichen Blechschilder sind zwischen knapp einem Meter und eineinhalb Metern groß. Bad Eisenkappel bekommt fünf dieser XXL-Ortstafeln. Der Haken: Oft fehlt die benötigte Grundfläche. Zum Aufstellen sind daher zusätzlich teure Grundstücksablösen notwendig.

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