So, 25. Februar 2018

"Böse auf Freundin"

08.08.2011 11:00

US-Amerikaner läuft Amok und erschießt sieben Menschen

Ein bewaffneter Amokläufer hat am Sonntag im US-Bundesstaat Ohio sieben Menschen getötet, bevor er selbst von der Polizei erschossen wurde. Der Schießerei war laut US-Medien möglicherweise ein Beziehungsstreit vorausgegangen - unter den Todesopfern sollen sich die Freundin des Täters, der Bruder der Frau sowie drei Kinder im Teenager- bzw. Highschool-Alter befinden.

Die blutigen Szenen spielten sich gegen 11 Uhr Ortszeit in einer verschlafenen Kleinstadt namens Copley, die nahe Akron etwa 80 Kilometer südlich von Cleveland liegt, ab. Der "Gunman" soll Angaben der amerikanischen Polizei zufolge in einem Wohnhaus seine Freundin erschossen und zudem im Bereich eines Nachbarhauses vier Personen getötet haben.

Der Schütze dürfte noch weitere Menschen durch die Nachbarschaft gejagt und niedergeschossen haben. US-Medien zufolge wurden zwei weitere Todesopfer gefunden, zudem soll zumindest eine Überlebende ins Krankenhaus gebracht worden sein. Schwer bewaffnete Polizisten streckten den Amokläufer schließlich im Zuge eines Schusswechsels vor einem Haus nieder.

Nachbar wurde Augenzeuge
Ein Anrainer berichtete, er habe Schüsse gehört und sei aus seinem Haus gelaufen. Dort habe er zwei seiner Nachbarn entdeckt, die tot in ihrer Auffahrt lagen. Zwei weitere Leichen, eine Frau und ein Mädchen im Teenager-Alter, lagen in einem schwarzen Auto. Kurz darauf sei eine weitere Nachbarin aus ihrem Haus gekommen. "Ich habe gerade mit ihr gesprochen, als ihr Freund aus dem Haus kam und drei- oder viermal auf sie geschossen hat."

Der Augenzeuge flüchtete sich nach eigenen Angaben hinter ein Auto und beobachtete aus seinem Versteck heraus, wie die Frau "von der Veranda und die Treppe hinunter fiel". Dann hörte er Polizeisirenen, weitere Schüsse und die Schritte von Menschen, die durch den Wald hinter den Häusern liefen.

"Offenbar böse auf Freundin"
Die Polizei wollte sich zunächst nicht zur Identität der Toten äußern. Der örtliche Schulleiter sagte jedoch, bei zwei der Opfer handle es sich um Schüler der Highschool. Außerdem sei ein Elfjähriger aus dem Nachbar-Bundesstaat Kentucky getötet worden, der in Copley seine Tante besucht habe - sie soll verletzt im Krankenhaus liegen.

Ein Bewohner Copleys erklärte gegenüber Reporten, der Täter sei schon immer ein "unfreundlicher" Typ gewesen, habe oft vor seinem Haus am Auto herumgeschraubt, aber nie den Nachbarn zugewunken. US-Medien berichteten, er sei "offenbar böse auf seine Freundin" ("apparently angry with his girlfriend") gewesen. Copley hat rund 14.000 Einwohner und gilt bzw. galt als ruhiges und relativ wohlhabendes Städtchen.

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