Mi, 13. Dezember 2017

Katzenschutzgitter

16.06.2011 13:36

Verpflichtende Lebensretter

Gebrochene Wirbel, zertrümmerter Unterkiefer, Lungenriss, gequetschte innere Organe, schwere Gehirnerschütterung oder Querschnittlähmung - dies ist ein kleiner Auszug jener Diagnosen von verunglückten Katzen, die wir immer wieder aus diversen Tierkliniken erhalten haben. Schuld an diesen schmerzvollen Unfällen sind einzig und allein die Katzenhalter.

Bereits seit 1.1.2005 schreibt das Bundestierschutzgesetz vor, dass Fenster und Balkone mit Netzen oder Gittern versehen werden müssen, um die Miezen vor Stürzen zu bewahren. Das bedeutet, dass Sie sogar mit einer Anzeige rechnen müssen, wenn Ihre Katze "ungesichert" gesichtet wird oder gar zu Boden stürzt. Die zahlreichen Meldungen von verunglückten Katzen bei uns in der Tierecke zeigen deutlich, dass viele Halter diese Verpflichtung nicht einhalten. Leidtragende sind die Tiere. "Meine Katze springt nicht aus dem Fenster", diesen Satz hören wir leider allzu oft.

Er mag bei manchen Katzen auch zutreffen - zumindest so lange, bis es eben doch passiert. Ein vorbeifliegender Vogel, eine Fliege reichen aus um in der Katze den Tiger zu wecken. Der angeborene Jagdinstinkt lässt das Tier aufspringen - und es fällt in die Tiefe.

Katzen sind zwar mit einem Reflex ausgestattet, der ihnen hilft, sich im Fall für den Aufprall optimal auszurichten. Und der ausgestreckte Schwanz dient zusätzlich als Bremse. Dennoch sind die Tiere nicht davor bewahrt, sich zu verletzen. Und selbst wenn die Katze den Sturz unversehrt übersteht, drohen durch den Straßenverkehr weitere Gefahren.

Ich kann nicht nachvollziehen, wie man überhaupt eine ruhige Minute verbringen kann, im Wissen, dass durch ein ungeschütztes Fenster meine Tiere in Gefahr sind. Die Kosten für die Schutzvorrichtungen sind weitaus geringer als die Tierarztrechnungen nach einem Fenstersturz. Unsere Tierecke gibt gerne Auskunft, wo man solche Gitter und Netze erhält und worauf Sie beim Kauf achten sollten.

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