Di, 21. November 2017

Messdiener verletzt

20.05.2011 17:13

„Gott“ versetzt ganzen Ort in Angst und Schrecken

Er gilt als Kinderschreck, bedroht wahllos Leute und ist auch des Holzdiebstahls verdächtig. Ganz Frankenfels im Bezirk St. Pölten zittert vor einem Dorfbewohner, der in der Wahnvorstellung lebt, Gott zu sein. Der Mann lieferte der Polizei sogar eine wilde Verfolgungsjagd und sorgte nun in Wien während einer heiligen Messe für einen gefährlichen Vorfall: Er soll einen Messdiener (Bild) vom Altar gezerrt und ihn schwer verletzt haben.

Schon seit längerer Zeit spukt der allein lebende Mann durch den Ortsteil Laubenbachmühle im Grenzgebiet zwischen den Bezirken St. Pölten und Scheibbs. Jetzt aber eskalierte die Situation: einen Bauern, der ihn beim Diebstahl von Holz erwischte, soll der 47-Jährige per Gestikulation mit dem Erschießen gedroht haben.

Verfolgungsjagd quer durch das Pielachtal
Auch Kinder flüchten in Panik vor dem verwirrten Einzelgänger. Ihre liebe Not mit dem selbst ernannten Gott, der glaubt, schon 2.000 Jahre auf seinem Hof zu leben, hat auch die Polizei. Mit dieser lieferte sich der Mann eine Verfolgungsjagd quer durch das Pielachtal.

Der 47-Jährige dürfte immer neue Drohungen aussprechen und soll sogar angedeutet haben, das Haus seines Nachbarn anzuzünden und dessen Kinder zu verletzen. Doch die zuständige Amtsärztin sieht immer noch keinen Anlass, den Familienvater einer Behandlung zuzuführen.

Diözesanmitarbeiter vom Altar gezerrt
Der jüngste Vorfall ereignete sich nun in Wien, wo der Mann (Name der Redaktion bekannt) den Diözesanmitarbeiter Kurt D. aus Velm-Götzendorf von einem Altar gezerrt haben soll. "Er ist auf die Bühne gestürmt und wollte als Gott predigen. Als ich ihn behutsam wegweisen wollte, hat er mich in die Tiefe gerissen", schildert D., der mehrere Knochenbrüche erlitt.

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