Mo, 19. Februar 2018

Stark unterkühlt

27.04.2011 09:18

19-jähriger Tiroler aus reißendem Bach gerettet

Der Aufmerksamkeit einer Autofahrerin dürfte ein 19-Jähriger sein Leben verdanken. Der Tiroler war am Abend des Ostermontags in die Melach bei Oberperfuss (Bezirk Innsbruck-Land) gestürzt und gerade noch rechtzeitig von der Frau entdeckt worden. Der stark unterkühlte Verletzte wurde per Hubschrauber geborgen und ins Krankenhaus gebracht.

Die Autofahrerin schlug am Montag gegen 19 Uhr Alarm: "In der Melach liegt eine leblose Person", meldete sie. Das Notarztteam von C1 barg den 19-Jährigen mit schweren Verletzungen und einer Unterkühlung.

Der Sellrainer war am Heimweg von einem Ball mehrmals abgestürzt und landete schließlich im Fluss. Erst in der Klinik wurde das Ausmaß der Verletzungen, die der Sellrainer erlitten hatte, offenkundig. "Die Unterkühlung war nicht das Schlimmste. Er dürfte nicht länger als eine Stunde im Wasser gelegen sein. Die Verletzungen durch den Absturz wiegen viel schwerer", berichtet Jochen Tiefengraber vom C1-Rettungsteam.

Die Polizei Kematen war am Dienstag damit beschäftigt, den Unfallhergang zu rekonstruieren. Als der 19-Jährige am Montag von den Rettern im Gemeindegebiet von Oberperfuss geborgen wurde, war er ansprechbar, konnte sich aber kaum erinnern. Fest steht, dass der Sellrainer Sonntag den Jungbauernball in Birgitz besuchte. In den frühen Morgenstunden des Ostermontags verließ er den Ball. Mit einem Taxi fuhr er bis Oberperfuss, da war es zwischen 6 und 7 Uhr.

200 Meter weit abgetrieben
Was dann geschah, liegt weitgehend im Dunkeln. Der junge Mann wählte zuerst den Trautmann-Steig. "Den verließ er nach wenigen Metern, ging im steilen Gelände direkt Richtung Sellrain", sagt ein Ermittler. Dann stürzte der 19-Jährige ab, kam aber nicht sofort im Fluss zu liegen. "Mehrmals raffte er sich wieder auf, stürzte aber neuerlich ab", fasst der Polizist zusammen. Schließlich landete der Sellrainer in der Melach und wurde 200 Meter abgetrieben. Zum Glück entdeckte ihn die Autofahrerin gerade noch rechtzeitig.

von Claudia Thurner (Tiroler Krone) und krone.at

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