So, 18. Februar 2018

Bereits vor Ort

16.04.2011 16:21

Südtiroler Retter durften Toten in Tirol nicht bergen

An der Bergung eines auf Tiroler Seite tödlich verunglückten Alpinisten aus Südtirol und damit an ihrem freiwilligen Einsatz sind Bergretter aus Sterzing am Samstag gehindert worden. Sie mussten den männlichen Leichnam zurücklassen. Dies sei die Anweisung der Tiroler Alpinpolizei gewesen, teilte Markio Helmuth, Vizepräsident der Bergrettung, mit. Die Helfer seien bereits bei dem Toten gewesen, aber die Einsatzkräfte aus Tirol hätten die Bergung übernehmen wollen.

Bei der gesamten Truppe habe diese Entscheidung Unverständnis ausgelöst. Gerade auch deshalb, weil die Überstellung eines Toten in ein anderes Land kostspielig sei. "Wir hatten den Leichnam schon für den Abtransport vorbereitet", schilderte Helmuth. Schließlich mussten sie unverrichteter Dinge zurückfliegen.

Aufgrund der Temperaturen und der damit verbundenen Lawinen- und Steinschlaggefahr sei die Lage auch für die Helfer zu gefährlich geworden. Auf die Ankunft der Kollegen konnten sie nicht mehr warten.

Alpinist 200 Meter abgestürzt
Der Unfall hatte sich gegen 11.30 Uhr ereignet. Zwei Bergsteiger waren zuvor von Pfitsch bei Sterzing aus auf den 3.411 Meter hohen Schrammacher in den Zillertaler Alpen in Tirol aufgestiegen. Aus noch ungeklärter Ursache stürzte ein Alpinist rund 200 Meter über steiles, felsdurchsetztes Gelände ab. Zuerst wurde die Leitstelle in Tirol alarmiert, welche dann die Einsatzkräfte in Südtirol über das Unglück in Kenntnis setzte.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden